Wie Bayer Leverkusen am Freitagvormittag bekannt gab, zog sich Cornelia Kramer eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zu, die sie "in den kommenden Wochen" zum Zuschauen zwingt. Zugezogen hatte sich die 22 Jahre alte Stürmerin die Blessur schon in der vergangenen Woche im Training, weshalb sie bereits den 3:2-Sieg gegen Union Berlin verpasste.
Der vorübergehende Ausfall Kramers ist ein herber Verlust für die Leverkusenerinnen, deren interne Torschützenliste die Dänin klar anführte. Zwölf der 38 Ligatore in der vergangenen Spielzeit gingen auf Kramers Konto, die fünfmalige Nationalspielerin legte zudem drei weitere Tore auf. Im Ligavergleich war Kramer sechstbeste Torschützin, mit der im Sommer verpflichteten Vanessa Fudalla von RB Leipzig (zehn Tore) sah sich Bayer für eine weitere starke Saison gerüstet - Rang vier in der Vorsaison bedeutete die historisch beste Endplatzierung des Werksklubs, der 2010 erstmals zum Teilnehmerfeld der Bundesliga gehörte.
Kramer-Vertreterin Mädl trifft prompt
Im Doppelsturm nahm gegen die Berlinerinnen zuletzt Valentina Mädl Kramers Position in der Doppelspitze ein. Die 19 Jahre alte Österreicherin war im Sommer vom SKN St. Pölten nach Leverkusen gewechselt - und traf nach sechs Minuten prompt zum frühen 2:0. Nach Kramers Ausfall darf sich Mädl wohl weiterer Startelf-Einsätze sicher sein.
"Corner steht für eine hohe Intensität, hohen Teamgeist, viel Arbeit im Spiel gegen den Ball und eine für den Gegner sehr unangenehme Spielweise", sagte Trainer Roberto Pätzold vor dem Leverkusener Gastspiel in Nürnberg am Sonntag (16 Uhr, LIVE! bei kicker). "Wir werden versuchen, ihren Ausfall im Kollektiv zu kompensieren. Gegen Union hatten wir drei unterschiedliche Torschützinnen. Wer am Ende trifft, ist uns egal, solange es für die maximale Punkte-Ausbeute reicht."