FC Lugano - 3 Eigengewächse
Äussert übersichtlich ist die Liste an Eigengewächsen im Team des FC Lugano. Dazu kommt, dass die Namen wohl nur den eingefleischten Fans etwas sagen. Yassin Sbai, Diego Mina und Ilja Maslarov haben die Jugendmannschaft der Bianconeri durchlaufen und dann den Sprung in den Profikader geschafft. Von diesem Trio weist erst Sbai ein Spiel in der Super League auf. Selbst das Tessiner Urgestein Mattia Bottani wechselte im Alter von 18 Jahren vom FC Chiasso zum FC Lugano und zählt daher nicht zur Liste der Eigengewächse.
FC Sion - 5 Eigengewächse
Etwas bessere Jugendarbeit leisten die Walliser. Vor allem zwei Namen stechen auf der Liste des FC Sion heraus. Benjamin Kololli hat schon 193 Super-League-Spiele für fünf verschiedene Vereine absolviert. Nach seiner Zeit beim FC Basel ist der Offensivspieler zu seinen Wurzeln zurückgekehrt. Mit Theo Berdayes gibt es einen jungen Walliser, der sich auch bei seinem Jugendverein durchgesetzt hat. Noch fehlt ihm in dieser Saison die Durchschlagskraft vor dem Tor. In seinen sechs bisherigen Einsätzen hat Berdayes noch keinen Scorerpunkt verbuchen können.
BSC Young Boys - 6 Eigengewächse
Die Berner Young Boys folgen früh in dieser Auflistung. Wie bei Sion sind auch im Kader der Berner nur zwei Eigengewächse wirkliche Leistungsträger. Zum einen ist es Sandro Lauper, der zuletzt auch Kritik für seine Leistungen einstecken musste, zum anderen ist es Gregory Wüthrich. Der Innenverteidiger spielte im Nachwuchs für die Grasshoppers und den BSC YB. Im Sommer haben die Berner Wüthrich zurückgeholt, um mehr Erfahrung und Qualität in der letzten Kette zu gewinnen.
Mit Olivier Mambwa hat sich ein 16-Jähriger bei den Berner Young Boys zuletzt etwas in den Fokus gespielt. Schon in drei Partien durfte der Schweizer als Linksverteidiger von Beginn an aufs Feld. Nach rund 60 Minuten wurde Mambwa jeweils ausgewechselt. Das grosse Highlight stammt dabei aus seinem ersten Super-League-Spiel. Gegen den FC Lugano konnte Olivier Mambwa einen Assist zum 3:1-Heimsieg beitragen. Aktuell ist der 16-Jährige mit der U-18-Nationalmannschaft der Schweiz unterwegs. Beim 3:3 gegen die Niederlande stand das grosse Talent in der Startaufstellung.
FC Winterthur - 6 Eigengewächse
Auch beim FC Winterthur stehen sechs Eigengewächse im Profikader. Zwei davon, Julius Holder und Noah Brogli, spielen noch keine grosse Rolle. Derweil darf sich Tibault Citherlet zumindest Ergänzungsspieler nennen. Der Innenverteidiger durfte bereits zweimal von Beginn an ran und hat auch ein Tor erzielt. Derweil ist Loic Lüthi absolut gesetzt. Vor allem durch seine Leistungen in der letzten Saison hat der Verteidiger auf sich aufmerksam gemacht und das Interesse von einigen Vereinen auf sich gezogen.
Mit Luca Zuffi und Pajtim Kasami haben die Eulachstädter zwei grosse Namen der Super League als Eigengewächse unter Vertrag. Beide Spieler haben ihre beste Zeit allerdings bei anderen Vereinen verbracht. Kasami war lange im Ausland aktiv und Luca Zuffi spielte jahrelang im Mittelfeld des FC Basel. Für den FCW ist das Duo aber auch im fortgeschrittenen Alter mit seiner Erfahrung von zentraler Bedeutung.
FC Thun - 7 Eigengewächse
Die sieben Eigengewächse des FC Thun vereinen erst die Erfahrung von 34 Super-League-Spielen. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass die Berner Oberländer die letzten Jahre in der Challenge League verbracht haben. Zudem ist kein Thuner Eigengewächs älter als 25 Jahre. Mit Franz-Ethan Meichtry hat zuletzt vor allem ein Eigengewächs so richtig überzeugen können. Der offensive Mittelfeldspieler steht bereits bei drei Saisontoren und hat vor der Nationalmannschaftspause in St.Gallen das entscheidende Tor erzielt.
Grasshopper Club Zürich - 7 Eigengewächse
Mit Allan Arigoni konnte Sportchef Alain Sutter Identifikation zurück zum Grasshopper Club Zürich holen. Bislang spielt der einstige Lugano-Spieler aber noch nicht die erhoffte Rolle bei den Zürchern. Mit Samuel Marques hat auf der rechten Schiene ein weiteres Eigengewächs die Nase aktuell vorne. Mit einem Tor und drei Assists in sieben Einsätzen sorgt der Schweizer U21-Nationalspieler aber auch für ordentlich Betrieb und darf gerne zu den Entdeckungen der bisherigen GC-Saison gezählt werden.
Tim Meyer hat bereits 51 Super-League-Spiele absolviert. Unter Gerald Scheiblehner ist er in der aktuellen Saison aber noch nicht gesetzt. Ein Muskelfaserriss setzte ihn zudem noch ausser Gefecht. Bei ihm darf in naher Zukunft der Durchbruch zum Stammspieler erwartet werden. Wer ausserdem bislang gedacht hat, das GC-Urgestein Amir Abrashi gehöre auch zu den Eigengewächsen des Vereins, irrt sich. Der Thurgauer durchlief die Nachwuchsabteilung beim FC Winterthur. Insgesamt hat Amir Abrashi aber schon 278 Profieinsätze für den Grasshopper Club Zürich absolviert. Damit steht er innerhalb des Kaders mit grossem Abstand an erster Stelle.
FC St.Gallen - 9 Eigengewächse
Beim FC St.Gallen war mit Alessandro Vogt zu Beginn der Saison vor allem ein Eigengewächs in aller Munde. Mit zwei Doppelpacks und einem weiteren Tor stellte sich der Stürmer in der Super League vor. Das hat Vogt zuletzt auch ein Aufgebot für die U21-Nationalmannschaft eingebracht. Auch wenn seine Torquote zuletzt etwas sank, Trainer Enrico Maassen setzt verständlicherweise weiter voll auf den jungen Schweizer Stürmer.
Das erfahrenste Eigengewächs im Kader des FCSG ist Christian Witzig. Der 24-Jährige ist durch eine Verletzung in dieser Saison zunächst etwas zurückgebunden worden und sucht noch nach seiner Form. Allgemein hat es die Verletzungshexe mit den Eigengewächsen der Espen zuletzt nicht gerade gut gemeint. Corsin Konietzke verletzte sich im Rahmen der U21-Nationalmannschaft und Betim Fazliji erholt sich von seinem zweiten Kreuzbandriss in Serie.
FC Lausanne-Sport - 9 Eigengewächse
Mit Nicky Beloko hat ein Eigengewächs über einen speziellen Umweg zurück den Weg zu Lausanne gefunden. Vom FC Luzern wechselte der Mittelfeldspieler im Sommer nach Austin in die USA. Nur rund einen Monat später verabschiedete sich Beloko dort bereits wieder und ging weiter zum FC Lausanne-Sport. Im Waadtland trifft Beloko auf acht weitere Eigengewächse. Olivier Custodio ist hierbei deutlich der erfahrenste Spieler. Er hat schon weit über 200 Spiele in der Super League bestritten. Mit Bryan Okoh haben die Waadtländer zudem einen spannenden Innenverteidiger im Sommer von Salzburg zurück in die Heimat geholt. Der 22-Jährige stand schon kurz vor Einsätzen in der A-Nationalmannschaft, bevor ihn eine schwere Verletzung zurückwarf.
Servette Genf - 10 Eigengewächse
Servette Genf hat eine starke Jugendabteilung. Auch Nationalspieler wie Denis Zakaria haben ihre Ausbildung in Genf genossen. Aktuell finden sich zehn Eigengewächse im Kader der Grenats wieder. Mit Jeremy Frick, Alexis Antunes und Jeremy Guillemenot weisen drei dieser zehn Spieler die Erfahrung von über 100 Super-League-Spielen auf. Guillemenot, der lange für den FC St.Gallen spielte, stand sogar schon in 202 Partien auf dem Feld. Dabei sind ihm bereits 40 Tore und 22 Assists gelungen.
Auch die junge Garde spielt sich bei Servette immer mehr in den Fokus. So kommen mit Keyan Varela und Loun Srdanovic gleich zwei 19-Jährige regelmässig zu Einsätzen in der Super League. Beide gehören nicht zum unumstrittenen Stammpersonal, aber sie werden behutsam an das Niveau herangeführt.
FC Basel - 10 Eigengewächse
Der grösste Name der Super League ist ein Eigengewächs des FC Basel: Xherdan Shaqiri. Die Rückholaktion des Kreativspielers war ein grosser Coup im Sommer 2024, der wegweisend für die erfolgreiche letzte Saison des FCB war. Dazu haben die Basler mit Dominik Schmid und Albian Ajeti weitere absolute Leistungsträger, die den Status als Eigengewächs haben. Tatsächlich hat auch der Ersatzgoalie Mirko Salvi eine Vergangenheit in der Jugend des FC Basel.
Auch für das internationale Geschäft ist es zentral, Eigengewächse im Verein zu haben. Die Clubs dürfen nur 25 Spieler für den Wettbewerb melden. Davon müssen vier Eigengewächse des Vereins und acht Eigengewächse des Landes sein. Hierbei hat der FC Basel kein Problem, das komplette Kontingent ausschöpfen zu können. Mit Junior Zé drängt sich zudem ein weiteres Talent aus den eigenen Reihen gerade auf. Der Flügel kommt immer wieder zu Einsätzen in der ersten Mannschaft und hat dabei auch tolle Leistungen abgeliefert. Unter anderem gelang ihm der Siegtreffer beim Auswärtsspiel in Sion.
FC Zürich - 16 Eigengewächse
Es ist das Konzept des FC Zürichs, neben Transfers aus aller Welt, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft zu integrieren. 16 dieser Eigengewächse stehen aktuell im Profiteam des FC Zürich. Natürlich überragt Yanick Brecher seine Teamkollegen in Sachen Einsätzen. Er allein ist für 306 der 740 Super-League-Spiele der Eigengewächse verantwortlich. Doch auch Bledian Krasniqi und Lindrit Kamberi gehören seit Jahren zu den gefragten Kräften beim FCZ.
Doch auch bei den ganz jungen Spielern finden sich einige interessante Namen. Junior Ligue kommt in dieser Saison wegen einer Muskelverletzung zwar noch nicht auf Touren, er hat aber im letzten Jahr mit seiner Polyvalenz glänzen können. Dazu begeistert aktuell Cheveyo Tsawa. Der 18-Jährige hat zuletzt seinen Vertrag in der Limmatstadt langfristig verlängert. Im zentralen Mittelfeld gehört er zum absoluten Stammpersonal. Sein grosses Saisonhighlight war die Partie in Genf. Mit einem Doppelpack avancierte Tsawa zum Matchwinner für den FC Zürich.
FC Luzern - 17 Eigengewächse
Es überrascht kaum, dass der FC Luzern in dieser Statistik die Nummer eins ist. Immer wieder machen die Luzerner mit ihren Junioren von sich reden. Mit Luca Jaquez oder Ardon Jashari haben jüngst auch zwei Spieler den Sprung erfolgreich ins Ausland und in die Nationalmannschaft geschafft. Dennoch ist der Nachschub an Jungprofis aus dem eigenen Nachwuchs hoch geblieben und mit Lucas Ferreira hat der FCL ein nächstes ganz heisses Eisen in den eigenen Reihen. Der schweizerisch-portugiesische Doppelbürger ist mit bereits vier Saisontoren voll eingeschlagen. An dem 18-Jährigen dürften die Luzerner in dieser Saison noch viel Freude haben.
17 Luzerner gehören zumindest zum erweiterten Profikader dazu. Darunter sind auch Stammspieler der Innerschweizer wie Goalie Pascal Loretz. Der erfahrenste Akteur ist Stefan Knezevic. Der Innenverteidiger ist unumstrittener Stammspieler und hat noch keine Minute in der Super League verpasst.