Es deutete schon viel darauf hin - und am Donnerstag lieferte José Barcala die Bestätigung: Bayern München geht mit Ena Mahmutovic als Nummer 1 in die neue Saison. "Ich bin glücklich, drei gute Torhüterinnen zu haben", sagte Barcala am Nachmittag auf der Bayern-Pressekonferenz in der Allianz Arena. "Aber Ena ist unsere Nummer1." Mahmutovic gewinnt damit den Konkurrenzkampf gegen Maria Luisa "Mala" Grohs. Zu Beginn der Saisonvorbereitung hatte der neue Bayern-Trainer, der von Servette Genf zum deutschen Doublesieger wechselte, ein offenes Rennen um die Torhüterposition ausgerufen. Anna Klink, die in diesem Sommer vom FC Basel nach München kam, dürfte ohnehin nur geringe Chancen gehabt haben, zwischen den Pfosten zu stehen.
Supercup lieferte Fingerzeig
Einen deutlichen Hinweis auf die Torhüter-Hierarchie beim FC Bayern hatte schon das Supercup-Spiel am vergangenen Samstag in Karlsruhe gegeben. Beim 4:2-Erfolg gegen den letztjährigen Vizemeister VfL Wolfsburg stand Mahmutovic zwischen den Pfosten und lieferte eine fehlerfreie Partie ab. Grohs saß im Wildpark auf der Ersatzbank.
Mahmutovic kam im Sommer 2024 vom Bundesliga-Absteiger MSV Duisburg zum FC Bayern und gehörte bei der Europameisterschaft im Juli in der Schweiz als dritte Torhüterin zum Kader der deutschen Nationalmannschaft. Ihr Debüt im DFB-Team feierte sie am 2. Dezember vergangenen Jahres bei der 1:2-Niederlage gegen Italien in Bochum. Auf ihren zweiten Länderspieleinsatz muss die die gebürtige Duisburgerin noch warten.
Für Bayern-Kapitänin Giulia Gwinn, die sich im ersten EM-Gruppenspiel gegen Polen (2:0) eine Innenbandverletzung im linken Knie zugezogen hat, kommt das erste Bayern-Spiel der neuen Saison gegen Leverkusen am Freitag (17.45 Uhr), für das der letztjährige Doublesieger schon mehr als 50.000 Tickets verkauft hat, indes noch zu früh. Am Mannschaftstraining nehme Gwinn aber schon wieder teil, erzählte Barcala.