Kein Sieger im Spitzenspiel zwischen Rapid und Altach. Mit dem Punkt können zwar beide am Ende leben, ganz zufrieden ist damit aber keiner. Insbesondere die Wiener hadern mit einem verschossenen Elfer in der Nachspielzeit. Joker Ercan Kara scheiterte am starken Gäste-Keeper Dejan Stojanovic. "So ist das Leben. Mal bist du der Held und mal ist es nicht so, wie man es will", zeigte sich der Schütze am Sky-Mikro geknickt.
Dabei hatte Kara noch am Donnerstag maßgeblichen Anteil an Rapids Aufstieg in die Play-offs der Conference-League-Quali. Bei Dundee United erzielte er erst den Ausgleich und traf auch im Elfmeterschießen für die Grün-Weißen. Gegen Altach hat er die Rechnung aber wohl ohne Stojanovic gemacht, der schnell abtauchte und den prinzipiell gut getretenen Elfer aus dem Eck fischte. "Er war platziert geschossen, aber der Tormann hat gewusst, wohin er springen muss." Stojanovic hat Karas Taktik vom Elfmeterpunkt studiert und auch den besagten Elfer vom Spiel gegen Dundee gesehen. "Vielen Dank ans Tormanntrainer-Team. Ich hatte es mir fest vorgenommen, dass ich auf die Seite gehen werde."
Stöger zollt Altach Respekt
Rapid-Trainer Peter Stöger lobte den Auftritt der Vorarlberger: "Altach hat ein wirklich gutes Spiel gemacht." Besonders die beiden Spitzen haben für viel Wirbel im Hütteldorfer Strafraum gesorgt. "Altach hat immer die Gefahr versprüht, dass sie gefährlich sind für einen Treffer."
Nach der Pause habe Rapid deutlich besser in die Partie gefunden. Und auch wenn seine Mannschaft am Ende nicht den dritten Sieg im dritten Bundesliga-Spiel feiern durfte, weiß Stöger: "Wir haben zwei Abseitstore geschossen, hatten den Elfmeter, es hätte durchaus auch anders ausgehen können." Dementsprechend fiel auch sein Resümee aus: "Es war die achte Partie, wir haben noch kein Spiel verloren. Was mir imponiert und mir zeigt, dass diese Mannscahft auf einem guten Weg ist, ist, dass wir in der Endphase nicht aufhören, auf ein Tor zu spielen. Das ist das, was wir brauchen."
„Wir sind infiziert mit der Art und Weise, wie wir Fußball spielen.“ (Altach-Trainer Fabio Ingolitsch)
Altach, das mit sieben Punkte weiter ganz vorne mitmischt, hat zum dritten Mal den Kasten sauberhalten können. Unglaublich? Nicht für Trainer Fabio Ingolitsch: " Ich kann es schon glauben, weil es kein Zufall ist. Wir sind als Team echt zusammengewachsen. Wir sind infiziert mit der Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Jeder denkt gleich und wie wir heute aufgetreten sind, war schon ein Ausrufezeichen."