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Mangelnde Erfahrung, fehlende Konstanz: Hankofen kämpft um die Wende

kicker

Die SpVgg Hankofen-Hailing hat fünfmal keinen Sieg landen können. Aus den letzten fünf Partien gab es nur zwei Punkteteilungen und drei Niederlagen. Zwei davon daheim mit jeweils sechs Gegentoren - und zwar gegen die SpVgg Ansbach (3:6) nach 2:0-Führung und am Samstag das 1:6 gegen Spitzenreiter SpVgg Unterhaching. Damit sind die "Dorfbuam" aus dem niederbayrischen Landkreis Straubing-Bogen mit erst zehn Punkten auf Relegationsplatz 16 abgerutscht. Es braucht dringend die Wende, um den Anschluss an die rettende Zone, die bereits zwei Zähler beträgt, nicht zu verlieren.

Der Blick zurück auf das vergangene Jahr verrät: Hankofen hatte 2024 nach 13 Spielen 13 Punkte auf dem Konto. Aktuell sind es nur zehn Zähler. Das sei aber mit einem stark veränderten Kader zu erklären, weiß der Trainer: "Wir hatten einen Kaderumbruch zu bewerkstelligen, haben im Sommer viel Erfahrung verloren", erklärt Tobias Beck, der selbst einer ist, der nicht mehr spielt. Der 30-Jährige ist vom Spielertrainer auf dem Feld auf den Trainerstuhl an der Seitenlinie gewechselt.

Junge und unerfahren

Die SpVgg Hankofen-Hailing 2025/26 ist gegenüber der Vorsaison noch ein Stück jünger geworden, und das bedeutet auch: "Unser Kader ist in dieser Saison der mit den wenigsten Regionalliga-Spielen in der gesamten Liga", hat Beck ausgerechnet. Das bedeutet für den Chefanweiser: "Uns fehlt es noch an der Erfahrung. Knackpunkt ist, dass die Mannschaft immer wieder gute Leistungen zeigt, sich aber dafür zu wenig belohnt." Und daraus folgert Beck: "Wir brauchen mehr Ertrag. Die Liga ist zwar immer noch eng, aber wir werden es mit unserem bisherigen Punkteschnitt schwer haben, die Liga zu halten." Das Ziel ist es ganz klar den Klassenerhalt zu schaffen, bisher gab es im Schnitt aber nur 0,76 Punkte.

Auch die Gegentor-Quote muss runter, die liegt mit 30 Gegentreffern - das sind die meisten in der Liga - derzeit bei 2,3 pro Partie. In der vorigen Spielzeit mussten die "Dorfbuam" in die Relegation gegen den Bayernliga-Süd-Zweiten SV Erlbach (1:0 und 1:1) ran, um dieses Jahr im Abstiegskampf zu bestehen, wird es wichtig sein, sich zu stabilisieren. Leider brachte der 1:0-Heimsieg gegen den FC Bayern München II am 12. September, es war der letzte von zwei Dreiern, keine Initialzündung: "Wir haben die Bayern erwischt, als sie für uns schlagbar waren. Das hat im Verein und im Umfeld eine große Euphorie ausgelöst. Aber danach hatten wir Top-Gegner wie Kickers Würzburg und Burghausen, die zum Kreis der Titelkandidaten zählen", sagt Beck, der ein Problem ausgemacht hat: "Bei uns wechseln sich gute Leistungen, für die wir uns zu wenig belohnen, mit Rückschlagen ab. Wir brauchen mehr Konstanz in unserem Spiel."

Wichtig sei, dass der Kader bis auf zwei Ausnahmen von schweren Verletzungen verschont geblieben ist. Es fallen nur Neuzugang David Löffler (Kreuzbandriss) und Samuel Pex (Anriss des Syndesmosebandes) aus: "Dadurch haben wir immer viele Optionen", stellt der Übungsleiter fest.

Mit Selbstvertrauen ins Derby

Ein weiteres Problem ist: Mit der SpVgg Greuther Fürth II und dem FC Augsburg II stehen zwei Profi-Reserven neben Hankofen im Tabellenkeller, die weniger Spiele ausgetragen haben und die mit Sicherheit versuchen werden, ihre Talente in der Liga zu halten. Mit dem Derby bei der DJK Vilzing am kommenden Samstag, der Partie beim TSV Aubstadt, dem Heimspiel gegen den FV Illertissen und der Auswärts-Aufgabe beim 1. FC Nürnberg II warten auf die Niederbayern bis zum Ende der Vorrunde noch vier richtig schwere Spiele.

Im Nachbarschaftsduell gegen aktuell formstarke Kicker aus Vilzing ist Hankofen sicher nur Außenseiter. Da müssen die "Dorfbuam" Farbe bekennen und nach zuletzt fünf Sieglos-Spielen wieder ein Erfolgserlebnis feiern. "Auch wenn im Moment vieles für Vilzing spricht, gehen wir das Derby mit viel Selbstvertrauen an. Denn das alles zählt in diesem Spiel nicht, das Derby hat eigene Gesetze. Wir brauchen jetzt unbedingt einen Dreier, und den wollen wir in Vilzing holen", gibt sich Hankofens Chefanweiser kämpferisch.

Die Statistik spricht mit zwei DJK-Siegen (3:2 und 3:1), einem 1:1 und einem 2:1 für Hankofen pro Vilzing. Aber Hankofen prägt im eigenen Spiel immer die kämpferische Note, die dieses Mal den Ausschlag geben soll, damit die Relegationszone schnell verlassen und der Punkteschnitt angehoben werden kann.