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Mannschaftskapitäninnen: Lerch setzt auf die Trio-Lösung

kicker

Stephan Lerch hatte sich viel Zeit genommen, um die Entscheidung zu verkünden. Zwei Tage vor dem Start des VfL Wolfsburg in die Saison 2025/26 gab der zurückgekehrte Cheftrainer bekannt, wer zukünftig die Kapitänsbinde tragen wird. Lerch und sein Trainerteam entschieden sich für eine Trio-Lösung.

Bedeutet: Alexandra Popp, Svenja Huth und Janina Minge sind gleichberechtigte Kapitäne und werden abwechselnd die Binde auf dem Platz tragen. "Mir ist es wichtig, dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird", erklärt Lerch die Trio-Lösung. Huth und Popp hatten sich in der vergangenen Saison auch die Binde geteilt. Janina Minge kam erst im Sommer 2024 vom SC Freiburg zum VfL.

"Janina ist für viele ein tolles Vorbild", schwärmt Lerch. Popp spielt schon seit 2012 in Wolfsburg, Huth seit 2019. Beide kennt Lerch noch aus seiner ersten Zeit als Co- und Cheftrainer beim VfL. 2021 verließ der Coach auf eigenen Wunsch den Klub. Neben den drei Kapitäninnen gehören Neuzugang Guro Bergsvand, die aktuell allerdings noch verletzungsbedingt ausfällt, sowie Verteidigerin Joelle Wedemeyer (seit 2013 beim VfL) zum Mannschaftsrat.

Lattwein, Linder und Kleinherne fehlen zum Auftakt

Am vergangenen Samstag bei der 2:4-Niederlage im Supercup in Karlsruhe gegen den FC Bayern hatte Alexandra Popp die Kapitänsbinde getragen. Wer am Sonntag die Mannschaft aufs Feld führen wird, ist noch nicht kommuniziert worden. Zum Bundesliga-Auftakt muss der letztjährige Vizemeister beim Aufsteiger Hamburger SV antreten. "Eine harte Nuss, die wir zu knacken haben", meint Lerch. "Der HSV wird hochmotiviert sein und uns das Leben schwer machen wollen." 8500 Tickets sind für das Spiel im Volksparkstadion bereits verkauft.

Fehlen wird den Wolfsburgerinnen beim Gastspiel in der Hansestadt Lena Lattwein. Die Mittelfeldspielerin fällt wegen Rückenproblemen aus. Auch die beiden Nationalspielerinnen Sarai Linder (Kapsel-Band-Verletzung am Sprunggelenk) und Sophia Kleinherne (Oberschenkelverletzung) müssen passen.

Der VfL geht natürlich trotzdem als klarer Favorit in die Partie gegen den Aufsteiger. Favorit auf die Meisterschaft ist indes auch für Stephan Lerch der FC Bayern. Der VfL möchte zwar möglichst "ein Wörtchen mitreden bei den nationalen Titeln. Wir wissen aber, dass wir nicht Favorit sind, sondern der hungrige Herausforderer", sagt Lerch. Wichtig sei es auch mit Blick auf die Konkurrenz, den zweiten Platz zu bestätigen und zu halten. Lerch bekräftigte: "Den wollen wir im Fokus behalten."