Wie lief die vergangene Saison?
Die Saison 24/25 war für die Leipziger Fußballerinnen ein Auf und Ab - mit deutlichen Auswärts-Niederlagen in der Hinserie: 2:6 in München, 0:5 in Wolfsburg und 1:4 in Freiburg. In den Heimspielen am Cottaweg präsentierte sich RB meist stabiler als auf fremden Plätzen. In der Endabrechnung sprang nach acht Siegen, drei Remis und elf Niederlagen ein 8. Platz heraus - und damit exakt die gleiche Platzierung wie in der Spielzeit 23/24. Damit wäre man in Leipzig in der neuen Spielzeit wohl nicht mehr zufrieden.
Was war auf dem Transfermarkt los?
Spektakuläre Transfers blieben (auch) in diesem Sommer aus. Verteidigerin Diana Nemeth kam vom VfL Wolfsburg, fällt mit einem Kreuzbandriss aber langfristig aus. Andrea Norheim (Sporting Lissabon), Nikoline Dudek (FC Nordsjaelland), Lisa Baum (Hamburger SV) oder Persis Oteng (Tottenham) dürften auch nicht jedem Frauenfußball-Interessierten ein Begriff sein.
Gina Chmielinski (25, Sasssuolo Calcio, früher mal Turbine Potsdam) bringt viel Erfahrung mit. Mittelfeldspielerin Annabel Schasching (23) kommt vom SC Freiburg und hat schon 54 Bundesligaeinsätze aufzuweisen. Fehlen wird RB Stürmerin Vanessa Fudalla, in der abgelaufenen Saison mit zehn Treffern zweitbeste RB-Torschützin. Die 23-Jährige wechselte zu Bayer Leverkusen.
Prominentester Abgang in diesem Sommer: Co-Trainerin Anja Mittag. Die ehemalige Nationalspielerin heuerte bei San Diego Wave in den USA an.
Auf wen kommt es besonders an?
Stürmerin Giovanna Hoffmann ist der Star der Mannschaft. In der vergangenen Saison erzielte die Stürmerin elf Tore. Fünf weitere Treffer bereitete die Top-Scorerin vor. Bei der Europameisterschaft in der Schweiz erzielte die 26-Jährige zwar kein Tor, konnte mit Einsatz und Willen aber trotzdem überzeugen. Trotz Gerüchten über einen Wechsel nach England (Manchester United war im Gespräch) blieb die Nationalspielerin den Leipzigerinnen erhalten.
Die kicker-Prognose
Nach dem Aufstieg vor zwei Jahren hat sich RB im Oberhaus etabliert, jedoch keine Bäume ausgerissen. Auch in diesem Jahr setzten die Sachsen bei der Zusammenstellung des Kaders mehr auf Breite und Perspektive als auf schnelle Hilfe. Das könnte sich in der Endabrechnung zwar mit ein bis zwei Tabellenplätzen Verbesserung bemerkbar machen, mehr wird aber kaum möglich sein.