Neue Kleinfeldserie
Im Finale am Freitag setzte sich der frisch gekrönte Deutsche Meister mit 2:1 gegen Manchester United durch. Als Belohnung für den Triumph gibt es dazu rund 2,5 Millionen Dollar - und damit knapp eine Million mehr als es für einen Sieg in der Champions League gibt.
Im Endspiel am Freitagabend im portugiesischen Estoril drehten Momoko Tanikawa und Sarah Zadrazil das Spiel zugunsten der Bayern, nachdem Manchester durch Simi Awujo zuvor in Führung gegangen war. Tanikawa wurde darüber hinaus auch zur besten Spielerin des Turniers gekürt, während Bayerns Ena Mahmutovic obendrauf als beste Torhüterin ausgezeichnet wurde. Die Münchnerinnen hatten ihre Gruppe zuvor mit Siegen gegen Ajax Amsterdam (4:2), den FC Rosengard (4:0) und Manchester City (3:1) souverän gewonnen und auch im Halbfinale Paris Saint-Germain deutlich mit 5:0 geschlagen.
EM-Fahrerinnen kamen größtenteils nicht zum Einsatz
Von Mittwoch bis Freitag hatten acht europäische Top-Klubs erstmals im 7-gegen-7-Kurzspielformat gegeneinander gespielt. Das Event stieg im Estadio Antonio Coimbra da Mota von Estoril - also unmittelbar vor dem Champions-League-Finale am Samstag zwischen Arsenal und dem FC Barcelona (18 Uhr, LIVE! bei kicker) im nahen Lissabon. Fünf Millionen Dollar wurden insgesamt als Preisgeld ausgeschüttet - die Hälfte davon eben für den Gewinner.
Ins Leben gerufen hat das Turnier unter anderem Jennifer Mackesy, Minderheitseigentümerin des US-Klubs Gotham FC sowie des FC Chelsea. Angeblich ist ein Investment in Höhe von 100 Millionen Dollar über fünf Jahre geplant, mit weiteren Turnieren in den USA, Mexiko, Asien, Europa und darüber hinaus.
Allerdings hatte das Turnier angesichts der bevorstehenden EM in der Schweiz (2. bis 27. Juli) und des ohnehin vollgepackten Terminkalenders auch Fragen aufgeworfen. Laut Direktorin Bianca Rech hatten die Bayern ihren Spielerinnen im Vorhinein die Entscheidung überlassen, ob sie mitspielen möchten. Man habe sich darüber "gefreut, dass viele aktiv mitspielen wollen". Die EM-Fahrerinnen um DFB-Kapitänin Giulia Gwinn reisten zwar mit, sollten aber zum Großteil nicht zum Einsatz kommen.