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Milosevic und Mbangula: Zwei Werder-Bewerbungsschreiben

kicker

Ganze drei Pflichtspiele und ein Testspiel hatten sich in den vergangenen Wochen angesammelt, in denen der SV Werder Bremen ohne eigenen Treffer geblieben ist. Nun war es endlich mal wieder so weit.

311 Bundesliga-Minuten lagen letztlich zwischen dem zwischenzeitlichen 2:2 bei der 2:3-Niederlage am 13. Spieltag beim Hamburger SV und dem zwischenzeitlichen 1:1 beim 3:3-Schlagabtausch am Freitagabend mit Eintracht Frankfurt.

Torschütze war jeweils Justin Njinmah, der mit seinem Tempo, dem Tiefgang und Zug zum Tor im lange Zeit harmlosen Bremer Angriff noch am ehesten eine Bedrohung für das gegnerische Tor darstellte.

Die Werder-Lage bleibt angespannt

Andererseits verkörperte auch der 25-Jährige gerade zuletzt in Dortmund ebenfalls nicht jene Abschlussstärke, die Werder in dieser schwachen Phase mit vier Niederlagen und zwei Unentschieden unbedingt benötigt hätte.

Dass nun zum Start des 18. Spieltags erneut kein Sieg herumkam, war insbesondere aufgrund des Frankfurter 3:3-Ausgleichstreffers in der Nachspielzeit "das Ekligste, wenn du weißt, dass du es hättest entscheiden müssen“, befand Njinmah.

Der Angreifer zeigte sich damit einmal mehr selbstkritisch hinsichtlich der eigenen Torausbeute: "Klar, ich mache ein Tor, aber wenn ich drei mache, dann gewinnen wir definitiv …" So blieb der ganz große Befreiungsschlag in Bremen kurz vor Schluss doch noch aus, die Sieglosserie hält an - und die Lage bleibt weiterhin angespannt.

Milosevic‘ Torjägerinstinkt

Und trotzdem lieferte das Heimspiel zumindest ein ausdrückliches Bewerbungsschreiben zweier Angreifer, die künftig offensive Besserung versprechen könnten. Zunächst war da Winter-Neuzugang Jovan Milosevic, der bei seiner zweiten Einwechslung den ersten Treffer für Grün-Weiß erzielte.

Angesprochen auf seinen bereits bei Partizan Belgrad unter Beweis gestellten Torjägerinstinkt sagte er später jedenfalls: "Das sollen andere beurteilen - aber ich hoffe, dass das auf mich zutrifft …"

Und da war auch Sommer-Neuzugang Samuel Mbangula, der nach seiner Einwechslung und im Vergleich zu seinen schwachen Leistungen der vergangenen Wochen wie ausgewechselt aufspielte: Erst bereitete er das 2:2 per Freistoß vor - und auch den Treffer zum 3:2 leitete der Belgier entscheidend ein.

"Gute Kombination" mit Njinmah - und wohin mit Mbangula?

Das Duo lieferte also starke Argumente für die Startelf - doch wo könnte Mbangula im Bremer 3-5-2 überhaupt auflaufen? "Es sind mehrere Möglichkeiten vorstellbar", sagte Coach Horst Steffen am späten Freitagabend: "Er kann eine Zehner-Rolle im Zentrum oder auch eine Achter-Rolle einnehmen. Die linke Schiene ist sicherlich auch weiterhin ein Thema - da hat er natürlich auch mal defensive Aufgaben zu tun."

Und durchaus angetan zeigte sich der 56-Jährige auch von der Variante mit Zielspieler Milosevic und Tempomacher Njinmah als mögliche neue Bremer Doppelspitze: "Ich kann bestätigen, dass die Kombination ganz gut erscheint für mich."