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Mit prominenten Ankern zu neuen Ufern: Neuzugänge geben Köln Hoffnung

kicker

Das Trainingslager in Österreich ist abgeschlossen. Am vergangenen Wochenende kehrten die Fußballerinnen des 1. FC Köln aus Ampflwang zurück, wo sie sich intensiv auf die neue Saison vorbereitet haben. Klar ist: Die Spielzeit 25/26 soll für die Rheinländerinnen deutlich erfolgreicher verlaufen als die vergangene Saison. Platz 10 war ein enttäuschendes Endergebnis. "Unser Saison-Ziel ist ein einstelliger Tabellenplatz. Wir wollen möglichst schnell den Blick nach oben wagen und uns spielerisch weiterentwickeln", fordert Trainerin Britta Carlson. Die 47-Jährige, deren Vertrag bis Sommer 2026 läuft, hat den 1. FC Köln im Januar übernommen.

Carlson stabilisierte Köln

Bis dahin hatten die Kölnerinnen eine schlechte Saison gespielt. Nach den ersten zwölf Liga-Partien stand das Punkte-Konto bei gerade mal fünf Zählern. Nur die Aufsteiger aus Jena und Potsdam waren noch schlechter. FC-Coach Daniel Weber war schon im November freigestellt worden.

Ex-Nationalspielerin Carlson brachte zwar jahrelange Erfahrung als Co-Trainerin beim VfL Wolfsburg und der Nationalmannschaft mit nach Köln, traute sich aber zum ersten Mal aus der berühmten "Komfortzone" heraus. "Das will ich in meiner Karriere auch noch machen. Ich habe mich als Co-Trainerin immer schon sehr wie eine Cheftrainerin gefühlt und Verantwortung getragen. Insofern kann ich damit ganz gut umgehen", erklärte die gebürtige Kielerin im Januar im kicker-Interview.

„Ich finde, die Mannschaft hat sich gesteigert - mit den Höhen und Tiefen, die dazugehören.“ (Britta Carlson)

Mit Carlson wollte sich der FC stabilisieren und den Klassenverbleib sichern. Das gelang: Am Ende der abgelaufenen Saison blieben die Kölnerinnen zwar auf Platz 10 stehen, hatten aber mit 13 Zählern einen komfortablen Vorsprung auf Absteiger Turbine Potsdam. "Bis auf das 0:1 gegen Jena und das 0:4 gegen Frankfurt war ich von der Art und Weise und ergebnistechnisch weitestgehend zufrieden", bilanziert Carlson die Rückrunde. "Ich finde, die Mannschaft hat sich gesteigert - mit den Höhen und Tiefen, die dazugehören."

Heben Hegering und Bremer den FC auf "die nächste Stufe"?

Die sportlichen Tiefen sollen nun möglichst der Vergangenheit angehören - auch dank zweier prominenter Neuzugänge: Mit Marina Hegering (35, kam aus Wolfsburg) und Pauline Bremer (29, kam aus Brighton) hat der Klub zwei ehemalige Nationalspielerinnen an sich gebunden. "Wir sind stolz drauf, dass sie sich für uns entschieden haben", freut sich Carlson, die aber natürlich auch um die Verletzungshistorie ihrer beiden Neuzugänge weiß. Die Trainerin ist sich aber auch bewusst, dass der 1. FC Köln nicht als Top-Adresse im deutschen Frauenfußball gilt.

Hegering habe in der Saisonvorbereitung bislang jede Einheit absolviert und sei topfit, berichtet Carlson. Für die zweikampfstarke Innenverteidigerin dürfte sich positiv auswirken, dass die Belastung aus Champions League und Nationalelf nicht mehr gegeben sei. "Selbst wenn Marina mal nicht spielen kann, hilft sie uns außerhalb des Platzes. Das Gleiche gilt auch für Pauline. Sie will jedes Spiel gewinnen, bringt eine hohe Intensität mit, geht immer ans Limit und kann für ihre Mitspielerinnen ein Anker sein", schwärmt Carlson. Zukünftig will der 1. FC Köln zu neuen Ufern aufbrechen.

"Das sind zwei Spielerinnen, die diese Mannschaft gemeinsam mit allen anderen auf die nächste Stufe heben wollen. An ihnen können sich unsere jungen Spielerinnen orientieren und damit auch wachsen." Die Vorzeichen stehen gut, dass der 1. FC Köln in der neuen Saison deutlich erfolgreicher sein wird.