Als ein reichlich intensiver und stressiger Arbeitstag für Martin Männel zu Ende war, warf er noch seine Handschuhe ins Publikum. Besser gesagt, lediglich einen, den anderen behielt er zunächst für sich.
Wieso, verriet er später am Mikrofon von Magenta Sport. Denn den Zweiten hatte Aues Kapitän für "sein" Einlaufkind reserviert. Dieses habe "vor dem Spiel ganz lieb gefragt", so Männel, "und wer heutzutage als Kind in diesem Alter Bitte und Danke sagen kann, hat auch einen Handschuh verdient."
Ansonsten verteilte Männel in der Sportclub-Arena allerdings keine Geschenke - im Gegenteil. Der 37-Jährige erwischte einen Sahnetag, verhinderte mit etlichen Paraden einen höheren Rückstand und war so hauptverantwortlich dafür, dass die Sachsen überhaupt noch die Chance auf das Comeback bekamen. "Es macht auf jeden Fall mehr Spaß, als wenn man 90 Minuten nur rumsteht und kalt wird," sagte Männel.
Seine Leistung herausstellen wollte Männel allerdings nicht, vielmehr lobte er die komplette Auer Mannschaft. Diese habe sich "voll reingehauen", weshalb "viele Schüsse gar nicht erst zu mir durchgekommen sind", sagte der Torwart. Als Lohn ergatterten die Sachsen im siebten Anlauf den allerersten Punkt gegen Verl. "Die letzten zwei Jahre haben wir gegen sie ganz schön auf die Fresse bekommen", erinnerte Männel an die Horrorserie.
Härtel: "Er hat ein paar Unhaltbare weggenommen"
Zu deren Ende Männel hauptsächlich beigetragen hat. "Er hat uns im Spiel gehalten und der ganzen Mannschaft Rückenwind gegeben", lobte FCE-Coach Jens Härtel. "Er stand im richtigen Moment da und hat ein paar Unhaltbare weggenommen."