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Nach frauenfeindlichem Flyer: Faninitiative wirbt in Essen für Toleranz

kicker

Anfang November spielte Rot-Weiss Essen zu Hause an der Hafenstraße gegen den 1. FC Schweinfurt 05. Den 2:1-Heimsieg des Traditionsvereins in den Hintergrund rückte ein Flyer, der im Stehplatz-Block W2 verteilt worden war. Unter anderem stand darauf zu lesen: "Keine Weiber in den ersten Reihen".

Eine Faninitiative wirbt nun rund um den Drittligisten für Toleranz und plant auch sichtbare Aktionen. In der WAZ äußerten sich die Protagonisten dieser Initiative "RWE für Toleranz".

"Gegen Cottbus planen wir ein sichtbares, gemeinsames Zeichen direkt unter der Westtribüne und später auf den Reihen der West", heißt es. Ein weiteres Vorhaben sei, dass Frauen schon vor dem Anpfiff des Spiels am Sonntagabend (19.30 Uhr, LIVE! bei kicker) demonstrativ die vorderen Bereiche einnehmen und dabei eigene Banner und Fahnen zeigen sollen. Also an dem Ort, an dem der sexistische Flyer vor Wochen die Runde machte.

Die Initiative will "ein starkes, positives Gegensignal" setzen, nachdem der Ruf von RWE gelitten habe. "Für uns war klar, dass wir das so nicht stehen lassen können." Die Aktion soll zeigen, wofür der Verein und seine Fans tatsächlich stünden.

Überregionales Feedback

Einen Kontakt zum Verein, der sich von dem Flyer seinerzeit distanziert hatte, habe es derweil noch nicht gegeben. Der Zuspruch aus der Anhängerschaft sei derweil deutlich spürbar, sogar überregionales Feedback sei eingegangen. Ein Wunsch der Initiative ist, durch das Zeichen am Sonntag ein Impulsgeber "für Frauen in Kurven in ganz Deutschland" zu sein.