In zehn Tagen will Crystal Palace im Heimspiel gegen AEK Larnaka auch den zweiten Auftritt in der Conference-League-Ligaphase gewinnen. Mit Sicherheit wird es aber auch ein paar Fans geben, die dann neidisch auf ein Parallelspiel schauen: Nottingham Forest empfängt den FC Porto - in der Europa League, für die sich Palace im Gegensatz zu Forest ursprünglich qualifiziert hatte.
Weil die Londoner jedoch gegen die Multi-Club-Ownership-Regeln der UEFA verstoßen hatten, wurden sie in die Conference League herabgestuft, während Nottingham in der lukrativeren Europa League starten darf. Diese Entscheidung des europäischen Fußballverbands, die später vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) bestätigt wurde, rief zahlreiche Proteste hervor - und soll sich in dieser Form offenbar nicht mehr wiederholen können.
Die März-Frist soll gelockert werden
Wie der Guardian berichtet, plant die UEFA, ihre Vorgaben zu lockern. In der Vorsaison mussten alle Klubs, deren Eigentümer auch in einem anderen Klub mitmischen, bis zum 1. März Maßnahmen zur - vorübergehenden - Entflechtung treffen, um im Zweifel ab Sommer am selben Europapokal teilnehmen zu können. Auch weil es damals noch einige Schritte vom überraschenden FA-Cup-Triumph entfernt war, hatte Palace diese Frist verpasst. John Textor war damals noch Co-Eigentümer der Eagles, hatte gleichzeitig aber auch bei Europa-League-Qualifikant Olympique Lyon das Sagen, der wegen der höheren Ligaplatzierung letztlich auch in der Europa League starten durfte.
Dem Bericht zufolge will die UEFA zwar grundsätzlich an der Frist festhalten. Bis dahin sollen Klubs ihr künftig aber lediglich mögliche Probleme mit den Multi-Club-Ownership-Regeln melden müssen, ehe sie noch bis Anfang Juni Zeit erhalten, diese zu lösen. Dies sei in der vergangenen Woche beim Treffen der europäischen Klubvereinigung European Football Clubs (EFC), vormals ECA, in Rom diskutiert worden.
Der klassische Weg, auf den in der Vergangenheit etwa schon die Besitzer von Manchester City und des FC Girona erfolgreich zurückgriffen, ist das Überführen von Anteilen in einen Blind Trust, auch wenn darin nicht jeder eine sinnvolle Maßnahme sieht, um den Einfluss auf zwei Klubs ausreichend zu reduzieren und damit die Wettbewerbsintegrität aufrechtzuerhalten.