"Nach zahlreichen Gesprächen in den vergangenen Tagen und Wochen kamen die Verantwortlichen des Vereins um Thomas Oelmayer und Alexander Schöllhorn sowie den Aufsichtsratsvorsitzenden Uli Eitle und Dominik Schwärzel zu dem Entschluss, die Zusammenarbeit zu beenden", heißt es in einer am Montagabend veröffentlichten Klubmitteilung.
Sportlich befindet sich der Zweitliga-Absteiger in einer tiefen Krise, liegt in der 3. Liga nach 14 Spieltagen mit 13 Punkten auf einem Abstiegsplatz. Die Situation bei den Schwaben war so angespannt, dass sich Torhüter Christian Ortag und Verteidiger Johannes Reichert am Wochenende in einem Brief mit klaren und deutlichen Worten an den Aufsichtsrat wandten. "Handelt jetzt, bevor es zu spät ist", lautete die unmissverständliche Forderung nach unmittelbaren personellen Konsequenzen im Anschluss an das 0:5-Heimdebakel gegen Hansa Rostock, der bereits fünften Liga-Niederlage der Mannschaft von Trainer Moritz Glasbrenner in Serie.
Zunächst hatte der Vorstand einen Brief als Reaktion darauf veröffentlicht, in dem man betonte, dass man sich der "aktuellen sportlichen und vereinsinternen Situation sehr bewusst" sei und in dem man erklärte, dass es in den vergangenen Wochen bereits "intensive Diskussionen und herausfordernde Entwicklungen" gegeben habe. Zugleich wurde aber auch bedauert, dass zuletzt "vertrauliche Informationen nach außen gelangt sind und so zusätzliche Unruhe entstanden ist".
Kein gemeinsamer Nenner mehr
Anschließend hieß es noch, dass man "zu gegebener Zeit über die weiteren Schritte" informieren wolle, um "den Verein wieder zu stabilisieren". Das geschah nun am späten Montagabend. Zur Trennung von Thiele schrieb der Klub, dass "die Gespräche in einem offenen und respektvollen Austausch" geführt worden seien, diese jedoch nicht mehr "zu der für eine erfolgreiche sportliche Zukunft notwendigen Einigkeit und dem gegenseitigen Vertrauen" geführt hätten. Die Konsequenz: "Beide Seiten haben sich am heutigen Abend auf eine einvernehmliche und faire Trennung verständigt."
Neben Thiele trennen sich die Ulmer auch von Cheftrainer Moritz Glasbrenner und Co-Trainer Max Kohlenberg, die beide "freigestellt" wurden. "Über das weitere Vorgehen sowie die Nachfolgeregelungen wird der Verein in den kommenden Tagen informieren."