Fehlercode: %{errorCode}

Nationalstürmerin Hoffmann verlässt Leipzig im Sommer ablösefrei

kicker

Im Trainingslager in Portugal in diesem Januar war Giovanna Hoffmann dabei, obwohl der Weg zurück auf die Bundesligabühne noch ein weiter ist. Nach ihrem Kreuzbandriss im Oktober war schon länger klar, dass die 27-Jährige in dieser Saison nicht mehr für RB Leipzig auflaufen würde.

Seit diesem Mittwoch steht fest: Auch in der kommenden Saison wird Hoffmann nicht das Trikot der Sachsen tragen. Diese nämlich vermeldeten offiziell, dass die Nationalstürmerin sich gegen die Verlängerung ihres auslaufenden Vertrags entschieden habe. Damit kann sie im Sommer ablösefrei wechseln.

"Als wir Giovanna Hoffmann verpflichtet haben, hatten wir eine klare Vorstellung davon, welches Potenzial in ihr steckt - und sie hat diese Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern in vielen Bereichen sogar übertroffen", lobte Viola Odebrecht, Leiterin Frauen- und Mädchenfußball bei RB. Hoffmann habe sich "sportlich kontinuierlich gesteigert, Verantwortung übernommen und ist in eine Führungsrolle hineingewachsen". Seit Sommer 2025 teilt sie sich mit Sandra Starke die Rolle der Kapitänin.

Trainer Stephan traut ihr den Schritt zu einem europäischen Top-Klub zu

"Dazu hat sie sich international etabliert und wurde zur ersten deutschen Nationalspielerin von RB Leipzig", beschrieb Odebrecht weiter. "Wir hätten sehr gerne weiter mit ihr gearbeitet, respektieren aber ihre Entscheidung und wünschen ihr für den weiteren Weg viel Erfolg."

Wohin dieser Weg die zwölfmalige deutsche Nationalspielerin führt, blieb zunächst offen. Im vergangenen Sommer hatte unter anderem Manchester United intensiv gebuhlt, Odebrecht bestätigte das gegenüber dem kicker im September. Anfang Dezember folgte ein Medienbericht von Soccerdonna, wonach die Nationalstürmerin mit Eintracht Frankfurt über einen Sommerwechsel spreche.

Das wollte oder konnte Leipzigs Trainer Jonas Stephan auf Nachfrage weder dementieren noch bestätigen. Der 33-Jährige machte aber klar, dass er seiner Angreiferin im Fall eines Transfers sogar den Schritt zu einem europäischen Top-Klub zutraut. Dazu passt auch die Aussage von Hoffmann selbst rund um die Verkündung des Abschieds.

Es sei ihr "unglaublich schwergefallen", den Vertrag nicht zu verlängern, "aber manchmal kommen Chancen im Fußball kein zweites Mal", sagte die gebürtige Bremerhavenerin. "Ich empfinde eine sehr große Dankbarkeit dafür, dass ich diese Chance hier bekommen habe und mich so entwickeln und zur National- und Führungsspielerin werden durfte." Ihr sei "von Anfang an sehr viel Vertrauen und Wertschätzung entgegengebracht" worden, obwohl ihre Karriere vor dem Wechsel "eher ins Stocken" geraten war.