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Neue Führungsfiguren und doch viel Talent: Der 1. FC Nürnberg im Check

kicker

Wie lief die vergangene Saison?

Auch wenn man sich in Nürnberg öffentlich lange in Zurückhaltung übte, war der sofortige Wiederaufstieg das intern ausgegebene Ziel, das souverän erreicht wurde. Am Ende verpasste der Club die Meisterschaft in Liga 2 nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz, erreichte mit neun Punkten Vorsprung vor dem Hamburger SV auf Platz drei souverän die Rückkehr in die Bundesliga.

Was war auf dem Transfermarkt los?

Damit es diesmal nicht bei einem einjährigen Intermezzo bleibt, wurde bei den Transfers gezielt nach Spielerinnen mit Führungsqualitäten gesucht. Unter den zehn Zugängen sind mit Selma Licina (Meppen) und Laura Miller (Standard Lüttich) zwei bisherige Kapitäninnen ihres jeweiligen Teams.

Internationale Erfahrung bringen auch die Nationalspielerinnen Beatrix Fördös (Ungarn), Aneta Polaskova (Tschechien) und Oliwia Wos (Polen) mit. Neben den zweifellos vorhandenen Führungsqualitäten verfügen die Nürnberger Zugänge durch die Bank auch über weiteres Entwicklungspotenzial - keine der neuen Club-Spielerinnen ist über 26 Jahre alt.

Ganz ohne schmerzhafte Abgänge hat es der FCN allerdings nicht aus dem Sommer geschafft. Medina Desic, die in der vergangenen Zweitligasaison 19 Treffer in 23 Spielen erzielt hatte, musste der Club nach Bremen ziehen lassen. Mit Hannah Etzold verloren die Nürnberger außerdem ein vielversprechendes Torwarttalent an Carl Zeiss Jena - die 20-Jährige hatte in der vergangenen Saison immerhin 19 Mal in der 2. Liga zwischen den Pfosten gestanden.

Auf wen kommt es besonders an?

Spannend zu sehen sein wird es, wie schnell sich vor der gewohnten Dreierkette die neue Mittelfeldachse rund um Miller findet. Sowohl die Luxemburgerin als auch beispielsweise Nebenfrau Sanja Homann haben ihre Qualitäten in den vergangenen Saisons unter Beweis gestellt, sind jedoch noch nie in der Bundesliga aufgelaufen.

Derweil steht Angreiferin Polaskova vor der nicht gerade trivialen Aufgabe, den Abgang von Top-Torjägerin Desic mit zu kompensieren. Auch bei der 23-Jährigen gilt die Ungewissheit, ob sie ihre Leistungen aus fünf Jahren in der tschechischen Liga auch in Deutschlands höchster Spielklasse abrufen kann.

Die kicker-Prognose

Im Kader steckt mehr Erfahrung als beim vergangenen Bundesliga-Aufenthalt. Trainer Thomas Oostendorp (32) geht in sein drittes Jahr. Im Kampf mit den Mitbewerbern aus Hamburg, Jena und Essen hat der Club definitiv Chancen, zwei hinter sich zu lassen.