In der abgelaufenen Saison musste der 1. FC Saarbrücken lange Zeit um den Verbleib in der 3. Liga kämpfen. Entscheidenden Anteil daran, dass dieser gelang und letztlich sogar schon vier Partien vor Ende besiegelt war, hatte Florian Pick. 14 Tore und 11 Assists steuerte der 30-Jährige bei, der in allen 38 Ligaspielen in der Startelf stand und sich damit zum mit großem Abstand besten Scorer der Saarländer aufschwang.
Im ligaweiten Ranking reichten die 25 Punkte für Platz 7, was sicherlich an dem ein oder anderen Klub nicht spurlos vorbeigegangen sein dürfte. Möglichen Gerüchten kam der FCS nun aber zuvor und machte die vorzeitige Vertragsverlängerung Picks offiziell, die sich bereits rund um das Landespokal-Finale gegen Homburg (4:2) angebahnt hatte.
Laufzeit um ein Jahr verlängert
Picks Bekenntnis zum FCS ist als klares Zeichen dafür zu deuten, dass beide Seiten noch viel vorhaben - weit mehr, als in diesem Jahr gelang. Konkret bleiben dafür noch mindestens zwei Jahre, denn das neue Arbeitspapier des Top-Scorers läuft nun ein Jahr länger und erst 2028 aus.
"Florian ist ein Spieler, der mit seiner Klasse den Unterschied ausmacht. Das hat auch in der gerade abgelaufenen Saison jeder gesehen. Außerdem ist er ein Vorbild in Sachen Professionalität und Ehrlichkeit. Wir freuen uns, dass wir mit ihm vorzeitig verlängern konnten und er unseren Weg gut findet und mit uns geht", wird Sportvorstand Markus Thiele in einer Mitteilung zitiert.
Erst vor einem Jahr war Pick aus Münster an die Saar gekommen. Für die Preußen lief er in der 2. Bundesliga nur für ein halbes Jahr auf (15 Einsätze, ein Treffer). Auch bei seiner vorherigen Station in Nürnberg verbrachte Pick kaum mehr als sechs Monate. Zusammen mit seinen Stationen in Heidenheim, Ingolstadt, Kaiserslautern und Magdeburg kann Pick die Erfahrung von 22 Erst- und 101 Zweitligaspielen aufweisen, in denen er aber nur sechs Tore schoss. Deutlich erfolgreicher war Pick stets in der drittklassigen Spielebene, wo er bei 121 Partien auf 31 Treffer kommt.
Menzel geht ablösefrei
Während Offensivspieler Pick also unterschrieben hat, konnte mit Stammtorhüter Phillip Menzel keine Einigung über dessen auslaufenden Kontrakt erzielt werden. Der 27-Jährige stand in allen 38 Ligapartien der abgelaufenen Saison auf dem Platz und hielt dabei siebenmal die Null.
"Wir hätten mit Phillip gerne verlängert, da mache ich gar keinen Hehl daraus. Aber wir sind uns nicht einig geworden. Das passiert - und ist überhaupt kein Drama. Es ist zwar schade, aber wir sehen unsere Verantwortung eben auch darin, das Große und Ganze im Auge zu behalten. Phillip wünschen wir alles Gute und danken ihm für seinen Einsatz", erklärte Thiele.
Menzel wechselte im Sommer 2024 von Austria Klagenfurt nach Saarbrücken und war dort sofort die Nummer 1. Für welchen Klub er zukünftig zwischen den Pfosten stehen wird, ist noch nicht bekannt.
Ebenfalls verabscheidet hat der FCS auch Torwarttrainer Frank Kackert, der nach einem Jahr im Saarland weiter nach Fürth zieht. "Frank kam auf uns zu, dass er die Möglichkeit hat, in die zweite Liga zu wechseln. Das war ein sauberer, freundschaftlicher Wechsel. Wir danken ihm für seinen Einsatz und wünschen ihm viel Erfolg", so Thiele.