Insgesamt blickt das Team von Alois Schwartz jetzt schon auf acht Spiele ohne Sieg zurück. Schon in der Vorbereitung auf die Partie bei 1860 München zeigte sich, dass zum eigenen spielerischen Unvermögen des Teams derzeit auch jede Menge Pech dazukommt. Kapitän Sven Sonnenberg hatte sich im Training einen Augenhöhlenbruch zugezogen und fällt vorerst aus. Zudem musste Kai Brünker, der nach 20 Minuten von einem Schuss an der Schläfe erwischt wurde, früh ausgewechselt werden. Kurz nach dem Rückstand hatte 1860 obendrein Glück, dass es nach einem Schubser im Strafraum (Philipp Maier gegen Kasim Rabihic) keinen Elfmeter gab.
Es ist ein Gefühl von rien ne va plus beim FCS, der nur noch drei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt ist. "Es sind einfach dumme Fehler, die nicht passieren dürfen. Das sind Anfängerfehler", ärgerte sich Schwartz am Mikrofon von MagentaSport. "Das ist erstmal ein Schock."
Der FCS ist derzeit also weit weg von Aufstiegsambitionen. "Das ist einfach zu wenig für unseren Anspruch", gesteht Schwartz ein. Wir wissen, was die Mannschaft eigentlich kann. Ich muss die Verantwortung für die Situation übernehmen.“
Dass es auch hinter den Kulissen heftig knirscht, ist kein Geheimnis, nur wie geht es jetzt weiter? Zunächst auf jeden Fall mit Coach Schwartz. "Nein, um Gottes Willen kein Endspiel", kommentierte Sportdirektor Luginger die Frage nach dem Coach in der Halbzeitpause beim Gastspiel in München. "Wir haben noch nicht mal die Vorrunde abgeschlossen und man weiß, wie eng die Liga ist. Man sieht bei anderen Mannschaften, wie schnell man wieder oben ist, wenn man eine Serie startet."
Doch die Realität heißt erst einmal Abstiegskampf und es ist die Frage, ob der Verein und die Spieler dazu überhaupt bereit sind.