Sieben Spiele, sieben Siege, 22:0 Tore. Die Austria überrollt bislang die Liga. Vier Zu-Null-Siege würden den "Veilchen" noch fehlen, um den Start-Rekord des SKN St. Pölten von 2017/18 zu übertreffen, dessen weiße Weste damals erst am 11. Spieltag von LUV Graz leicht beschmutzt wurde (5:1).
Samstag (14.30 Uhr LIVE! bei kicker) gilt es für die Wienerinnen, beim von Austria-Legende Andy Ogris trainierten USV Neulengbach zu bestehen. "Es geht zwar gegen meine Farben", hält Ogris im Gespräch mit dem kicker fest, "aber wir werden natürlich alles daran setzen, zu punkten. Wir können der Austria schon weh tun."
Die Niederösterreicherinnen haben zwar erst fünf Punkte geholt, die aber allesamt im Wienerwaldstadion. "Daheim hätten es noch zwei mehr sein müssen", weiß Ogris, "gegen Südburgenland war weit mehr drin als ein 0:0. Aber es war uns auch klar, dass es mit unserer jungen, neu formierten Mannschaft am Anfang Auf und Abs geben wird."
Von Austria-Leihgabe droht am meisten Gefahr
Alle drei bisherigen Treffer Neulengbachs erzielte Austria-Leihgabe Alisa Ziletkina (18), die in Niederösterreich wertvolle Erfahrungen mit mehr Einsatzzeit sammeln soll. "Natürlich traue ich ihr auch ein Tor gegen die Austria zu", schießt es dem Ex-Stürmer gleich heraus, "das gilt aber auch für alle anderen."
"Ogerls" Kader ist überhaupt violett durchtränkt. Abwehrspielerin Florentina Satra (19) kam fix vom Verteilerkreis - wie auch Mittelfeldspielerin Katharina Moser (17). Mit der bislang noch nicht eingesetzten Hannah Blaschka (19) hat er auch noch eine weitere violette Leihgabe im Kader.
Bei der Austria bewundert Ogris vor allem "die Laufbereitschaft und Robustheit" aller Spielerinnen und streicht extra noch die "Klasse der routinierten Abwehrspielerinnen Carina Wenninger und Katharina Schiechtl" heraus. "Wir werden unser Heil jedenfalls nicht in der Offensive suchen und auch bei den Standards extrem aufpassen müssen", so Ogris.
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