Ob er nun selbst der Glücksbringer war, sei mal dahingestellt. Fakt ist aber, dass der FC Southampton just im ersten Spiel von Neuzugang Daniel Peretz seine Sieglosserie beendet hat. Die Leihgabe des FC Bayern stand am Samstag und damit nur zwei Tage nach seiner Verpflichtung beim FA-Cup-Auftaktsieg über die drittklassigen Doncaster Rovers zwischen den Pfosten - und überzeugte.
"Ich finde, er hat ein hervorragendes Spiel gemacht. Das war ein vielversprechender Start", lobte Trainer Tonda Eckert, der sich dem Vernehmen nach einen neuen Torhüter gewünscht hatte. "Ich glaube, es ist nicht einfach, wenn man nach nur ein paar Trainingseinheiten mit den neuen Kollegen reinkommt. Man muss ihre Namen und bestimmte Verteidigungsstrategien kennenlernen."
Peretz: "Heute hat es sich ausgezahlt"
Nach einer 3:0-Pausenführung der Saints waren die Gastgeber zwar bis zur 59. Minute überraschend noch einmal auf 2:3 herangekommen, doch unter anderem zwei Paraden von Peretz verhinderten mehr. "Emotional" fand der 25-jährige israelische Nationalspieler sein Debüt. Schon jetzt hat er halb so viele Pflichtspiele absolviert wie für den Hamburger SV, zu dem er sich im Sommer hatte ausleihen lassen.
"Ich glaube, was mir in den vergangenen Monaten sehr geholfen hat, war, jeden Tag einfach alles zu geben, und ich wusste, dass sich das irgendwann auszahlen würde", blickte Peretz auf der Website der Saints zurück. "Heute hat es sich ausgezahlt."
Die bisherige Nummer 1 kämpft nun mit Stoke um die Play-offs
Dass er als neue Nummer 1 eingeplant ist, belegte nicht nur sein schnelles Debüt. Am Dienstag verlieh der Premier-League-Absteiger mit Gavin Bazunu den bisherigen Stammkeeper, der in Doncaster schon gar nicht mehr im Kader gestanden hatte. Durchaus ungewöhnlich: Bazunu wird samt Kaufoption die restliche Saison bei Stoke City verbringen, das wie Southampton um einen Play-off-Platz in der Championship kämpft und aktuell als Tabellen-Achter sieben Zähler mehr auf dem Konto hat. Stokes Stammtorwart Viktor Johansson fällt länger aus.
Am Samstag (16 Uhr) wollen die Saints nach sechs Spielen ohne Sieg auch in der Liga wieder in die Erfolgsspur zurück, die Eckerts Elf kurz nach seiner festen - und angesichts der Ergebnisse zuvor hochverdienten - Verpflichtung zunächst wieder verlassen hatte. Peretz darf gewiss gleich wieder Spielpraxis sammeln. "Wir haben eine Top-Gruppe von Jungs", sagt er. "Es war nicht so einfach, sich so schnell einzuleben und nach nur zwei Tagen schon das erste Spiel zu haben, aber es gibt nichts Besseres, als einfach ins Wasser zu springen."