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Pieper: Folgt die Unterschrift des verbliebenen 2022er-Zugangs?

kicker

Was gewesen wäre, wenn - darüber lässt sich im Nachhinein nur spekulieren. Da Isaac Schmidt für die Partie in Heidenheim nicht rechtzeitig fit wurde, um Felix Agu als Linksverteidiger zu ersetzen, rückte Innenverteidiger Marco Friedl auf jene Position raus: Den frei gewordenen Platz des Werder-Kapitäns übernahm beim 2:2 am Samstagnachmittag dann wiederum Amos Pieper.

Ob es die Startelf-Premiere unter anderen Umständen also überhaupt gegeben hätte, war im Nachgang zumindest insofern kein großes Thema, weil sich der 27-Jährige ohne Anlaufschwierigkeiten in die Bremer Defensive eingefügt hatte.

Tatsächlich war Pieper hinter Keeper Mio Backhaus gar notenbester Werder-Akteur (2,5) und gewann 83 Prozent seiner Zweikämpfe, davon vier von fünf Duellen in der Luft.

Pieper: Erst eine OP, dann hinter Coulibaly

"Er hat direkt ein starkes Spiel gezeigt", sagte auch Sportchef Clemens Fritz über den ersten Einsatz des Verteidigers überhaupt in dieser Saison: "Amos hat stabil gewirkt und insbesondere seine Kopfballstärke eingebracht, die enorm wichtig war."

Dass sich Pieper dafür zunächst bis zum 7. Spieltag gedulden musste, hing ja ursprünglich mit Hüftproblemen zusammen, deretwegen sich der U-21-Europameister von 2021 Mitte August einem operativen Eingriff unterziehen musste.

Und als er dann vor einem Monat erstmals wieder im Bremer Kader stand, hatte Toptalent Karim Coulibaly sich bereits an der Seite von Kapitän Friedl festgespielt.

Folgt Pieper auf Weiser, Stage und Stark?

Nun also ergab sich erstmals wieder eine Chance für Pieper, die der zumindest dafür nutzen konnte, um Argumente für eine weitere Startelfnominierung schon am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Heimspiel gegen Union Berlin zu liefern - und auch generell für eine weitere Werder-Zukunft.

Der nach dem Bremer Wiederaufstieg verpflichtete Verteidiger ist der letzte verbliebene Neuzugang aus jenem Sommer 2022, dessen Vertrag seither noch nicht angepasst wurde: Mit Mitchell Weiser, Jens Stage und Niklas Stark hat Werder in der Zwischenzeit bereits verlängert.

Folgt auch Piepers Unterschrift, dessen Zeit an der Weser andernfalls nach dieser Spielzeit enden würde? Aktuell steht er bei 60 Bundesliga-Einsätzen für Grün-Weiß.

Fritz lobt die "wirklich sehr gute Vorbereitung"

Sportchef Fritz berichtet nun jedenfalls von "angelaufenen Gesprächen" mit der Spielerseite, die man jedoch "grundsätzlich intern behandeln" wolle. Generell klingt der 44-Jährige jedoch von Pieper überzeugt: "Er hat eine wirklich sehr gute Vorbereitung gespielt. Es war dann bitter, dass die Verletzung dazwischenkam."

Ähnliches gilt indes auch weiterhin für den seit dem 2. Spieltag mit Hüftproblemen ausfallenden Stark - mit dem Pieper wohl ursprünglich in den Konkurrenzkampf um den rechten Innenverteidiger-Platz getreten wäre. Mittlerweile hat sich jedoch insbesondere Coulibaly einen gewissen Kredit erspielt.

Wer künftig also die besten Startelf-Chancen besitzt? Darüber verliert Pieper ja erfahrungsgemäß ohnehin keine großen Worte ...