Fehlercode: %{errorCode}

Preußen Reinfeld wartet auf seine Leitwölfe

kicker

1:4, 1:1, 2:4 und 0:3 - das sind die Ergebnisse des SV Preußen Reinfeld nach vier Spielen in der Oberliga Schleswig-Holstein. Zuletzt verloren die Stormarner beim Regionalliga-Absteiger Holstein Kiel II. Die Elf von der Kieler Förde mit den vier Jungprofis Louis Köster, Hamza Muqaj, Luca Prasse sowie Leon Parduzi, die allesamt im Zweitliga-Kader stehen und dort mittrainieren, erwies sich als mindestens zwei Nummern zu groß.

"Das Spiel kann man eigentlich nicht hinzuzählen. Der Qualitätsunterschied ist gewaltig", sagt SVP-Chefcoach Pascal Lorenz. Der 34-Jährige ärgert sich eher über die fatalen Niederlagen gegen Hohenwestedt (1:4) und Aufsteiger Inter Türkspor Kiel (2:4). "Das sind Mannschaften, die wir am Saisonende hinter uns lassen wollen", stellt Lorenz klar. Unruhig werden die Verantwortlichen beim letztjährigen Tabellensechsten nicht, wie Lorenz bestätigt: "Ruhig schlafen kann ich noch. Es sind ja noch viele Punkte zu vergeben."

Fehlende Stammkräfte

Die Qualität im Kader sei, so Lorenz, weiterhin vorhanden. Der größte Faktor ist das derzeitige Fehlen von fünf Stammspielern. Aus unterschiedlichsten Gründen wie Verletzung, Urlaub und Krankheit standen zuletzt mit Abwehrchef Christoph Böckelmann, den Verteidigern Tim Vogel und Egzon Lahi sowie den Mittelfeldspielern Luca Brügmann und Marcel Möller fünf Leitwölfe nicht zur Verfügung.

"Ich drücke es mal platt aus, die können wir nicht ersetzen. Die jungen Spieler, die sicherlich ein großes Potenzial haben, können es noch nicht kompensieren", erklärt Lorenz. Rettung scheint in Sicht: Zeitnah rechnet der 34-Jährige mit der Rückkehr des Quintetts. Zudem haben die Karpfenstädter auf dem Transfermarkt noch einmal zugeschlagen. Mit Haru Nakai kommt von den Sportfreunden Siegen ein Verteidiger-Talent aus der U-19-Bundesliga. "Er bringt uns weiter. Haru hat einen guten ersten Kontakt und verfügt über eine starke Spielintelligenz", so Lorenz.

Defensive zu anfällig

Ein Faustpfand der Stormaner ist die mannschaftliche Geschlossenheit, für die die Preußen bekannt sind. Fakt ist aber und das weiß Lorenz auch, die Punkte, die gegen die Konkurrenten nicht geholt wurden, sind weg und auf der Habenseite der anderen Teams. "Ja, das macht mich schon nachdenklich. Wir präsentieren uns derzeit in der Defensive nicht sattelfest. Man möchte ja nicht immer Spieler hervorheben, aber mit Luca Brügmann fehlt schon einer der besten Spieler", weiß Lorenz.

Der Negativstrudel, da sind sich alle Spieler um Keeper Matthies Meyer einig, muss gestoppt werden. Die nächsten drei Spiele gegen den VfR Neumünster, Schlusslicht TSV Nordmark Satrup und den TuS Rotenhof sind richtungsweisend. "Wir müssen anfangen, zu punkten. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist gut, die Trainingsintensität hoch. Das sind gute Voraussetzungen", so Lorenz. Kehrt der Erfolg mit den genannten "Leitwölfen" nach Reinfeld zurück? "Ja", sagt der Trainer.