Auf Hochtouren laufen derzeit die vielen Aktivitäten beim BFC Preussen für die Saison 2025/26. Der Aufsteiger zur Regionalliga Nordost vermeldet gefühlt im Tagestakt Neuzugänge oder Abgänge. Parallel dazu arbeitet das Team um Trainer Daniel Volbert in der Vorbereitung fleißig in den Trainingseinheiten sowie Testspielen auf dem Platz, um schnell zu einer schlagkräftigen Einheit zusammenzuwachsen. Zusätzlich schaffen die Vereinsverantwortlichen abseits des Rasens Strukturen für die Zukunft - nicht nur an der heimischen Spielstätte im Preussenstadion.
Aber der Reihe nach. In der Folge des Aufstieges in die 4. Liga hat sich der Kader der Berliner aus dem Ortsteil Lankwitz bereits entscheidend verändert. 13 Neuzugängen stehen ebenso elf Abgängen gegenüber. Der personelle Umbruch scheint aber nach kicker-Informationen noch nicht abgeschlossen zu sein. Weitere Transfers dürften folgen. "Das habe ich so auch nicht erwartet. Mein Telefon stand gefühlt nicht mehr still. Wir behalten den Transfermarkt im Auge, suchen noch im Sturm", sagt Pierre Seiffert, Sportlicher Leiter des BFC.
Runderneuerter Kader
So verstärkten sich die Berliner in Alexander Dikarev (kommt von Viktoria Berlin), Tim Fisch (Hessen Kassel II), Chadi Ramadan (Tennis Borussia Berlin), Ron Hasani (Carl Zeiss Jena, U 19), Phil Butendeich, Shean Mensah (beide VSG Altglienicke), Adrian Kireski (1. FC Lokomotive Leipzig), Ole Hoch, Karl Albers (beide SV Rödinghausen), Reda Ouakil (Viktoria 1889 Berlin, U 19), Oluwaseunnla Adekunle (SV Lichtenberg 47), Charmaine Häusl (SV Babelsberg 03) und Niklas Brandt (Greifswalder FC).
Allein in der Vita von Brandt stehen 69 Partien in der 3. Liga für den Halleschen FC und den 1. FC Magdeburg sowie 189 Spiele in der Regionalliga Nordost für den Berliner AK, den 1. FC Magdeburg, Viktoria Berlin, den BFC Dynamo, Lok Leipzig und den Greifswalder FC. Dies zeigt, dass der BFC nun auch für solche Spieler interessant ist.
Den Verein verlassen haben dagegen Christian Gawe (wechselt zu SV Lichtenberg 47), Tim Häußler (Tasmania Berlin), Lasse Engelsing, Fabian Fritsche, Furkan Yildirim, Mohamed Saloun Touré, Lucky Ugbogbo, Jeff Nnaemeka-Chukwurah, Guilherme Henrique Lopes De Oliveira, Tugay Uzan und Konstantinos Grigoriadis(alle Ziel unbekannt). "Wir sind jetzt im dritten Jahr in einem Umbruch", so Seiffert.
Trainingsumfang erhöht - Borth unterstützt Seiffert
Zudem ist es bereits umgesetzt worden, den Trainingsumfang in der Vorbereitung zu erhöhen und auch Doppelschichten am Tag einzuführen. Dies gab es so bisher noch nicht bei den Hauptstädtern, die bis zuletzt zu großen Teilen noch am Abend trainierten. "Die Fitness ist in der Regionalliga ein entscheidender Faktor", betont der Sportliche Leiter.
„Jetzt müssen wir die PS vom Verein auch auf die Straße bekommen.“ (Benjamin Borth)
Neu dazugekommen in administrativer Ebene ist seit Juli auch Benjamin Borth. "Mich hat einfach das Gesamtpaket überzeugt. Jetzt müssen wir die PS vom Verein auch auf die Straße bekommen", meint Borth. Der 31-Jährige war zuletzt Sportlicher Leiter beim NOFV-Nord-Oberligisten Tennis Borussia Berlin und soll nun beim BFC Seiffert in der sportlichen Leitung unterstützen. "Wir arbeiten Hand in Hand und ich brauche Unterstützung. Wir schaffen jetzt Strukturen", sagt der Sportliche Leiter.
Stadionumbau schreitet voran
Zusätzlich arbeitet der Klub weiter mit Hochdruck an der Fertigstellung der Baumaßnahmen auf dem Platz in der Malteserstraße, um die Anforderungen des Nordostdeutschen Fußballverbandes zu erfüllen. Denn nur so kann der Verein die Heimspiele auch auf der eigenen Anlage veranstalten. Da gilt es vor allem zeitnah den Gästezaun fertigzustellen. Auch wenn noch einiges zu tun ist, ist sich Seiffert sicher: "Wir kriegen das hin." Sollte dies bis Ende Juli nicht der Fall sein, werden die Heimspiele des Liganeulings jedoch vorläufig im Stadion Lichterfelde ausgetragen. Es dürfte für den Aufsteiger aus Berlin also in den nächsten Wochen noch einiges an Arbeit anstehen - auf mehreren Ebenen.