Nicht nur in Deutschland kam es in Stadien am Wochenende zu Rassismus-Vorfällen, sondern auch in England: Beim Eröffnungsspiel der Premier League zwischen Liverpool und Bournemouth soll ein Anhänger der Hausherren AFC-Stürmer Antoine Semenyo beleidigt haben. Aus diesem Grund war die Partie um die Halbstundenmarke für rund zwei Minuten unterbrochen worden.
Noch während des Spiels machte die Polizei den mutmaßlichen Täter ausfindig und nahm ihn wegen des Verdachts einer rassistisch motivierten Ordnungswidrigkeit zunächst in Gewahrsam. Das Gefängnis hat der 47-Jährige aus Liverpool inzwischen schon wieder verlassen, wie die Merseyside-Polizei am Montag mitteilte. Er sei gegen eine Kaution freigelassen worden.
Fan darf sich einem Stadion nicht mehr als eine Meile nähern
Zu den Auflagen zählt auch ein Stadionverbot in Großbritannien. Er darf sich einem Stadion nicht näher als einer Meile nähern. Währenddessen gehen die Ermittlungen der Polizei, die eng mit dem FC Liverpool zusammenarbeitet, weiter.
Semenyo hatte schon auf dem Platz mit zwei Toren eine beeindruckende Antwort geliefert und sich im Anschluss für die Unterstützung bedankt. "Die letzte Nacht in Anfield wird mir für immer in Erinnerung bleiben - nicht wegen der Worte einer einzelnen Person, sondern wegen der Art und Weise, wie die gesamte Fußballfamilie zusammenhielt. Der Fußball hat sich von seiner besten Seite gezeigt, als es darauf ankam", schrieb der Stürmer in den sozialen Medien.