Der FC Bayern startete mit hohen Erwartungen in die Champions-League-Saison. Nach dem Viertelfinal-Aus in der vergangenen Saison gegen Olympique Lyon will der Deutsche Meister in diesem Jahr mehr erreichen. Die erste Partie in der Königsklasse sorgte aber für maximale Ernüchterung am Bayern-Campus: Der FCB kam am Dienstag in Barcelona mit 1:7 unter die Räder. Nach dieser historischen Pleite und vor dem Bundesliga-Spitzenspiel am Samstag (15 Uhr) beim VfL Wolfsburg sprach Bayerns Direktorin Frauenfußball, Bianca Rech, über…
… die Niederlage in Barcelona: Es ist ein Ergebnis, das wir nicht gewohnt sind und das es in der Historie des Frauenfußballs beim FC Bayern noch nicht gab. Für uns gilt es, aus diesem Spiel die Lehren zu ziehen. Es ist wichtig, dass wir als Gemeinschaft analysieren, welche Dinge nicht funktioniert haben und warum nicht. Es ist wichtig, dass man Dinge bespricht und anspricht. Wir dürfen uns aber auch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Man kann verlieren, wir sollten aber nicht so verlieren. Das ist auch klar. Das macht keiner absichtlich, aber einige Dinge haben nicht gepasst. Wir waren nicht an der Leistungsgrenze, waren weit weg von unserem eigenen Anspruch. Wir müssen gemeinsam die Lehren aus dem Spiel ziehen, es dann aber auch relativ schnell abhaken, um den Fokus auf Samstag zu richten.
… die Qualität des Bayern-Kaders: Ich hinterfrage nicht die Qualität des Kaders. Natürlich haben wir durch die Verletzungen hier und da Probleme, aber alle Spielerinnen, die in Barcelona dabei waren, haben eine sehr hohe Qualität. Es ist wichtig, dass wir das Spiel in Barcelona gut einordnen und nicht überbewerten. Am Samstag werden wir ein komplett anderes Gesicht zeigen.
… die Ziele in der Champions League: Die Saison ist noch lang, es ist ein dynamischer Wettbewerb und es kann sich noch viel verändern. Wir müssen unsere Ziele nicht korrigieren.
… die Serie von schweren Verletzungen: Natürlich ist es nicht einfach zu händeln, wenn man so viele Verletzte hat. Aber ich habe mir abgewöhnt zu jammern. Wir haben immer noch eine sehr hohe Qualität in der Mannschaft, die wir jetzt zur Verfügung haben. Jetzt gilt es, ein anderes Gesicht zu zeigen. Aber natürlich ist es jetzt eine andere Situation als noch vor einigen Wochen. Jetzt rücken wir enger zusammen und werden das auch gemeinsam schaffen.
… das Spiel in Wolfsburg: Es ist nie leicht, gegen Wolfsburg zu spielen. Alle Spiele gegen sie sind eine Herausforderung und heiß umkämpft. So wird es auch am Wochenende sein. Im Fußball hat man schnell wieder eine Chance, Dinge für sich zurechtzurücken. Ich freue mich, dass Wolfsburg gegen Paris gewonnen hat, weil es gut für den deutschen Frauenfußball ist, wenn wir uns in Europa gut präsentieren.