Ihre erste Sitzung vor rund zwei Wochen hatte die 13-köpfige Arbeitsgruppe noch genutzt, um sich besser kennenzulernen und Spielregeln für die gemeinsame Aufgabe abzustimmen. Beim zweiten Treffen an diesem Montag starteten die Mitglieder nun in den intensiven Austausch und stellten erste Weichen für die kommenden Monate.
Seit jeher werden mehrere Reformansätze heiß diskutiert. Zuletzt machte sich unter anderem Steffen Schneekloth, Präsident von Holstein Kiel sowie DFL- und DFB-Funktionär, für eine Professionalisierung und eine Reduzierung der 4. Liga auf zwei Staffeln stark. Dieser Vorschlag löste bei der Arbeitsgruppe, die, wie der DFB erneut betont, kein Entscheidungsgremium ist, scheinbar keine allzu großen Freudensprünge aus. Die Projektgruppe will sich fortan auf eine viergleisige Regionalliga fokussieren. Laut DFB soll dieser Ansatz in der nächsten Sitzung "weiter vertieft und ausgearbeitet werden". Bei ihrer Lösungssuche half der AG am Montag auch ein Blick ins Ausland auf die anderen europäischen Top-Nationen und der Vergleich mit der heimischen Struktur.
"Das war ein sehr guter Einstieg in die inhaltliche Diskussion", befand Michael Vesper, der der Gruppe vorsteht: "Es wurde deutlich, dass alle in der Gruppe bereit und interessiert sind, konstruktiv an einer Lösung mitzuwirken. Wir haben über alle denkbaren Modellansätze gesprochen und erste Bewertungen vorgenommen. Aus meiner Sicht war das ein deutlicher Schritt nach vorne", so der ehemalige DOSB-Boss.
Die nächste Gesprächsrunde ist für den Januar geplant. Weitere Folgetermine im Februar und März sind ebenfalls bereits vorgemerkt.