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Reitz und die Pflicht: "Es muss Spieler geben, die den Ton angeben"

kicker

Über dumme Sprüche und Nagelsmann

Bei den Mitspielern fällt sein Name bei dieser Frage eigentlich immer. Rocco Reitz ist bei den U-21-Nationalspielern dem Vernehmen nach auch für die gute Stimmung zuständig: Wenn er "Insider-Witze" reißt, wenn er "einfach dumme Sprüche" verteilt oder wenn er sonst wie "die Leute veräppelt: So kommt man in der Gruppe zum Lachen", berichtet der Profi von Borussia Mönchengladbach: "Und dann schlägt das auch oft auf die anderen drumherum über."

Zugleich betont der 23-Jährige aber auch: "Wenn es darum geht, die Dinge zu trainieren, die wir umsetzen wollen, dann wissen wir schon, worum es geht - den Switch findet hier jeder bei uns." Noch bis Mittwoch bereitet sich die deutsche U 21 im Weimarer Land auf die in der kommenden Woche beginnende EM vor. Und Reitz jedenfalls vermittelt ein "sehr gutes" Gefühl für das bevorstehende Turnier in der Slowakei.

Nagelsmann? "Mir war klar, dass es keinen wöchentlichen Anruf gibt"

Der zentrale Mittelfeldspieler sieht sich gewissermaßen auch in der Pflicht, als einer der Führungspersönlichkeiten bei der DFB-Auswahl zu fungieren: Die vergangenen zehn Partien stand Reitz immer in der Startelf. "Also, ich muss hier ja auch vorangehen", sagt der Mann, der ja nicht nur zu 27 Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison gekommen war, sondern vor rund einem Jahr an gleichem Ort in Blankenhain dem EM-Trainingslager der A-Nationalmannschaft beiwohnen durfte.

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"Ich war einfach dankbar dafür - das war ja eher eine Notlösung, um das Training aufzufüllen", erinnert Reitz. Kontakt zu Bundestrainer Julian Nagelsmann gab es seither nicht mehr, doch damit habe der Gladbacher auch nicht gerechnet: "Mir war klar, dass es danach keinen wöchentlichen Anruf gibt."

Reitz: "Einige Jungs haben schon viel gesehen"

Mitgenommen habe er aus dieser Zeit dennoch "sehr viel: Wie Julian den Fußball sieht, und natürlich wie viel Qualität in der Mannschaft und im Training steckt - das ist schon beeindruckend, das ist nochmal ein ganz anderes Level". Diese Erfahrungen, diese Fähigkeiten will er nun idealerweise auch bei der U-21-EM einbringen: "Es gibt einige Jungs, die bei uns schon viel erlebt haben, viel gesehen haben und auch schon viele Spiele auf Top-Level gesammelt haben."

Reitz spricht dabei von einer "Achse" in einer Mannschaft: "Es muss diese vier, fünf Spieler geben, die - wenn es drauf ankommt - dann auch den Ton angeben." Er selbst dürfte im deutschen Mittelfeldzentrum sicherlich dazu zählen.