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Routinier Jung lobt Youngster Ogbus: "Sehr ruhig, sehr solide"

kicker

Die erste Halbzeit in Leipzig torlos zu beenden, war für die Freiburger zumindest ein Teilerfolg, vor allem angesichts der personellen Ausfälle in der Innenverteidigung, in der beide Stammkräfte ausfielen. Der Sport-Club musste nicht nur auf Philipp Lienhart (Bauchmuskelverletzung) verzichten, sondern erstmals in dieser Saison auch auf Matthias Ginter (Magen-Darm-Probleme). Neben Anthony Jung, der zuletzt schon mehrfach Lienhart vertreten hatte, verteidigte deshalb Bruno Ogbus, der eigentlich als Kandidat für eine Ausleihe in diesem Winter gilt.

"Er hat es richtig gut gemacht, an Bruno hat es sicherlich nicht gelegen", sagte Maximilian Eggestein nach dem 0:2 bei RB über den 20-jährigen Schweizer Juniorennationalspieler. Auch sein 14 Jahre älterer Nebenmann fand, dass "Bruno das sehr ruhig, sehr solide, sehr gut gelöst hat". Und Jung hätte nichts dagegen, wenn kein Leihgeschäft zustande kommt: "Ich habe ihn gerne weiter neben mir."

Ogbus-Ausleihe weiterhin möglich

Trainer Julian Schuster verteilte "ein großes Kompliment an Tony und Bruno, die zum ersten Mal zusammen gespielt haben, und dann noch bei so einem Gegner". Eine Ausleihe von Ogbus sei trotzdem noch nicht vom Tisch, weil Ginter wahrscheinlich schon Sonntag in Augsburg dabei sein kann, und auch Max Rosenfelder (nach seinem Muskelfaserriss im Dezember) zeitnah zurückkehren soll. "Aber wir lassen uns nicht unter Druck setzen", fügte der SC-Coach in Bezug auf Ogbus hinzu. Schließlich könne sich der Verein noch bis Ende Januar Zeit lassen. "Wir müssen genau schauen, was für uns und die einzelnen Spieler das Richtige ist."

Dass der Sport-Club in Leipzig erneut mit zwei Toren Unterschied verloren hat, wie schon in den vergangenen drei Saisons (da jeweils mit 1:3), empfanden alle Freiburger als verdient, auch wenn sie sich darüber ärgerten, dass sie letztlich durch zwei Standardtore per Kopf innerhalb weniger Minuten auf die Verliererstraße gerieten. "Mit der Qualität, die Leipzig dann noch eingewechselt hat, ist es aber keine Selbstverständlichkeit, diese Druckphase ohne weitere Gegentreffer zu überstehen", meinte Schuster.

Mit der ersten Hälfte war er zumindest teilweise zufrieden: "Wir haben defensiv gut reingefunden und sind auch zu Balleroberungen gekommen. Das Manko war, was danach passiert ist, da haben wir falsche Entscheidungen getroffen und waren nicht durchschlagskräftig. Unsere Standards waren zu harmlos und mit dem Ball war es zu wenig, deswegen gab es zu wenig Entlastung." Auch Verteidiger Jung fehlte "ein Ticken mehr Mut, und wir hätten die Räume, die uns Leipzig hier und da geboten hat, besser ausspielen müssen". Mit 9:0 Chancen und 7:2 Ecken spiegelte auch die Statistik die Leipziger Überlegenheit wider.

Regeneration - und Wiedergutmachung in Augsburg

Schuster will nun mit seinem Team aus der Niederlage "Lehren ziehen und kritisch damit umgehen", vor allem aber "gut regenerieren", damit der Sport-Club am Sonntag in Augsburg erfolgreicher sein kann. Die unnötige 1:3-Niederlage gegen den FCA zum Saisonstart soll "wiedergutgemacht" werden, betonen alle. "Wir wollen Sonntag ein besseres Gesicht zeigen als im Hinspiel", sagte Jung, der angesichts des längeren Lienhart-Ausfalls wohl wieder gefragt sein dürfte. Und auch andere, die zuletzt gar nicht oder wenig zum Zug kamen, fordert Schuster auf, im Training weiter zu arbeiten: "Wir sagen immer, dass die Jungs ihre Chancen bekommen, auch wenn es manchmal so wirkt, dass es weiter weg ist, zum Einsatz zu kommen - manchmal geht es doch sehr schnell." Ogbus ist dafür das beste Beispiel.