"Robert Lewandowski wird der Kapitän der Mannschaft sein", erklärte Urban via polnischer Verbands-Website, auf der das Aufgebot bekanntgegeben wurde. Der 63-Jährige ergänzte, diese Entscheidung "sei endgültig", er betrachte das "Thema Kapitänsbinde als abgeschlossen".
Lewandowski war im Juni nach einem Konflikt mit dem damaligen Nationaltrainer Michal Probierz zurückgetreten. "Angesichts der Umstände und des Vertrauensverlusts in den Trainer der polnischen Nationalmannschaft habe ich beschlossen, bis zu seinem Ausscheiden nicht mehr für die polnische Nationalmannschaft zu spielen", hieß es im Juni. Probierz hatte dem Angreifer des FC Barcelona die Kapitänsbinde entzogen, der bisherige Vertreter Piotr Zielinski (Inter Mailand) bekam sie übertragen.
Wenig später trat Probierz dann zurück. Seit Juli hat Urban, Ex-Coach von Gornik Zabrze um Lukas Podolski, das Sagen bei der Nationalmannschaft. "Im Moment können wir es uns nicht leisten, dass Robert nicht in der Nationalmannschaft ist", hatte Urban schon bei seinem Amtsantritt gesagt und damit die Hoffnungen der polnischen Fans über eine Rückkehr des Barcelona-Akteurs genährt.
Erst in den Niederlanden, dann gegen Finnland
Lewandowski hat seit seinem Debüt im Jahr 2008 157 Länderspiele absolviert und dabei 84 Tore erzielt. In der WM-Qualifikations-Gruppe G liegt Polen mit sechs Punkten aus drei Spielen aktuell auf dem dritten Platz, zuletzt setzte es in Finnland - erstmals ohne Lewandowski - eine 1:2-Niederlage.
Die Polen spielen am 4. September in Rotterdam gegen die Niederlande und am 7. September im polnischen Chorzow erneut gegen Finnland. Mit dabei im Kader sind auch die Bundesliga-Akteure Kamil Grabara (VfL Wolfsburg), Arkadiusz Pyrka (FC St. Pauli) und Jakub Kaminski (1. FC Köln).