Es geschah am 1. Spieltag der französischen Ligue 1, nachdem Olympique Marseille zum Auftakt mit 0:1 bei Stade Rennes den Kürzeren gezogen hatte: Adrien Rabiot und Jonathan Rowe sollen sich im Kabinentrakt eine handfeste Auseinandersetzung geliefert haben. Konsequenz: Beide Spieler wurden von "OM" suspendiert und auf die Transferliste gesetzt.
Rabiot heuerte daraufhin am letzten Tag des Sommer-Transferfensters bei Milan an, Rowe hatte es wenige Tage zuvor zum FC Bologna gezogen. Und wie es der Spielplan will, "droht" den beiden Streithähnen am 3. Spieltag der Serie A ein Wiedersehen, denn am Sonntagabend (20.30 Uhr) empfängt Milan Bologna.
"Eine der schicksalhaftesten Begegnungen des Jahres", titelte die Gazzetta dello Sport vor dem Aufeinandertreffen: "Es ist schwierig - aber nicht unmöglich -, dass beide in der Startelf stehen und sich vor dem Anpfiff die Hand geben müssen."
"Unglaublich, brutal, aggressiv und über alle Grenzen"
Beide Spieler warten jeweils noch auf ihr Pflichtspieldebüt für ihre neuen Vereine - es ist also gar nicht sicher, ob sie zum Anpfiff im Giuseppe-Meazza-Stadion gemeinsam das Spielfeld betreten werden. Sollte dies aber der Fall sein, bleibt abzuwarten, wie beide miteinander umgehen werden. Immerhin müssten sie sich vor Anpfiff die Hände geben - was vor gut drei Wochen laut den Aussagen der Beteiligten undenkbar schien.
"Was geschehen ist, war extrem schwerwiegend und gewaltsam, etwas, das ich noch nie erlebt habe", hatte OM-Präsident Pablo Longoria in einem AFP-Interview damals zu dem Vorfall gesagt: "Ich war nicht in der Kabine", sagte Longoria, "aber wie mir berichtet wurde, war es unglaublich, brutal, aggressiv und über alle Grenzen."
Rabiot spielt Vorfall herunter: "Er ist ein netter Kerl"
Rabiot wurde erst am Freitag von Milan offiziell vorgestellt - und spielte die Auseinandersetzung mit Rowe dabei herunter: "Was passiert ist, ist eine Angelegenheit aus der Kabine, solche Dinge können passieren", sagte der französische Nationalspieler. Mittlerweile, führte Rabiot weiter aus, hätten er und Rowe Kontakt miteinander gehabt und sich ausgesprochen. Entsprechend entspannt sieht der 30-Jährige dem Sonntag entgegen: "Es wird schön sein, ihn wiederzusehen, er ist ein netter Kerl."