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Schlägt die "Schwarze Bestie" ein weiteres Mal zu?

kicker

Aus dem französischen Lager war die deutsche Nationalmannschaft vor dem nervenaufreibenden Viertelfinale (6:5 i. E.) zum Favoriten im direkten Duell ausgerufen worden. "Um Favorit zu sein, muss man einen Titel gewonnen haben", hatte Frankreich-Coach Laurent Bonadei im Vorfeld erklärt. Im Halbfinale trifft Deutschland nun auf Spanien, das sich die Underdog-Rolle gewiss nicht zuschreiben kann.

Vier Spiele, vier Siege und 15:3 Tore lautet die Bilanz der spanischen Frauen nach den drei Gruppenspielen sowie dem Viertelfinalerfolg über die Schweiz (2:0). Bislang wurden die Spanierinnen den hohen Erwartungen also gerecht, am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) soll dies fortgesetzt werden - ausgerechnet gegen die "Schwarze Bestie".

Noch kein Sieg gegen Deutschland

Jenen Spitznamen hat sich die DFB-Elf über die Jahre hinweg verdient, ließen die deutschen Frauen in den bisherigen acht direkten Duellen doch keinen einzigen spanischen Sieg zu. Fünf Niederlagen setzte es stattdessen für Spanien, für das Deutschland aus Sicht der Zeitung As gar als "el eterno ogro" (deutsch: "Der ewige Oger") zu fürchten ist.

Eine noch deutlichere Sprache spricht indes die Bilanz der drei Aufeinandertreffen, die im Rahmen von Großturnieren ausgetragen wurden: Weder in der Gruppenphase der WM 2019 (0:1) und der EM 2022 (0:2) noch im Spiel um Platz 3 bei den Olympischen Spielen 2024 (0:1) gab es für Spanien gegen Deutschland etwas zu feiern.

„Wir haben da ja noch eine Rechnung offen wegen der Olympischen Spiele.“ (Vicky)

Letztgenannte Partien sind den Spanierinnen bis heute in den Köpfen geblieben - wohl auch aufgrund des Foulelfmeters, den DFB-Keeperin Ann-Katrin Berger damals in der achten Minute der Nachspielzeit pariert hatte.

"Wir haben Frankreich beim letzten Mal geschlagen, also würde ich vielleicht lieber gegen Deutschland spielen - wir haben da ja noch eine Rechnung offen wegen der Olympischen Spiele", gab sich Spaniens Mittelfeldspielerin Vicky schon vor dem deutschen Viertelfinale angriffslustig. Und auch Aitana gab zu verstehen: "Wir sind noch nicht fertig. Wir wollen ins Finale!"

Damit dies gelingt, müssen die Spanierinnen nun erst einmal an Deutschland vorbei. Bundestrainer Christian Wück jedenfalls legte schon unmittelbar nach dem Erfolg im Viertelfinale einen entsprechenden Vorbereitungsplan zurecht: "Ich glaube, wir brauchen jetzt drei Tage Eistonne und Erholung und dann schauen wir, ob wir noch elf Spielerinnen gegen Spanien aufstellen können."