Geht's noch schlimmer? Trotz früher Führung ist der 1. FC Saarbrücken gegen den TSV Havelse nicht über ein Remis hinausgekommen - und hatte auch gegen das Schlusslicht der Liga die spielerisch schlechtere Mannschaft auf dem Platz. Diesen Offenbarungseid quittierten zahlreiche Fans im Ludwigsparkstadion am Samstag mit einem Pfeifkonzert und "Trainer-raus"-Rufen.
"Ich habe vollstes Verständnis, dass die Zuschauer unzufrieden sind. Letztendlich hat man hier einen anderen Anspruch. Den habe ich auch", sagte Alois Schwartz nach der Partie bei MagentaSport und betonte, dass er sich "immer" hinterfrage. Gleichzeitig meinte er: "Was mich angeht, mache ich mir erst mal gar keine Gedanken. Der Verein ist immer entscheidend, nicht die Person."
Allzu viele Gedanken um seine Zukunft muss sich der 58-Jährige offenbar auch nicht machen. Zumindest vorerst nicht. Denn laut Saarbrücker Zeitung soll Schwartz erst mal bleiben dürfen. Dies sei aus "Quellen aus dem Vereinsumfeld" zu hören. Stattdessen habe Schwartz die maximale Rückendeckung, einige Köpfe "zu rasieren".
In den Fokus sollen Spieler sowie Co-Trainer und Funktionstrainer geraten sein. Konkret soll es sich um Athletik-Trainer Max Smith, Co-Trainer Yannick Thiel und Spieler wie Ex-Kapitän Manuel Zeitz oder Robin Bormuth (Teil des Mannschaftsrats) handeln. Selbst Torwart Phillip Menzel soll ein Thema sein.
Saarlandligist als Aufbaugegner?
"Man muss zusammenstehen, auch mal zusammen durch ein Tal durchgehen", forderte Schwartz. Doch wie tief soll es noch gehen nach dem Absturz auf den 10. Platz? Der Rückstand auf die Aufstiegsränge beträgt jetzt schon sechs Punkte. Nach Rang drei und der Relegation in der Vorsaison hinkt der FCS seinen Ansprüchen gerade deutlich hinterher.
Noch scheint Schwartz der Turnaround zugetraut zu werden. Die Chance auf ein Erfolgserlebnis bietet das Saarland-Pokal-Spiel bei Saarlandligist SV Bliesmengen-Bolchen am Donnerstagabend. In der Liga geht es für die Saarländer nach der Länderspielpause am Sonntag, 23. November, beim TSV 1860 München weiter.