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Schweizer Fans schneiden im europäischen Vergleich nicht sonderlich gut ab

kicker

Die Bewertung basiert auf verschiedenen Kriterien, die das Verhalten der Fans während Länderspielen und UEFA-Klubwettbewerben berücksichtigen. Laut den Fairplay-Regularien der UEFA wird positiv bewertet, wenn Fans ihr Team "im Sinne des Fairplays mit Singen und Rufen anfeuern." Negativ ins Gewicht fallen hingegen der Einsatz von Pyrotechnik, beleidigende Gesänge oder Gewalt im Stadionumfeld. Insbesondere die Pyrotechnik dürfte der Schweizer Bewertung geschadet haben.

Nur Albanien, Kroatien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Zypern und die Türkei schneiden bezüglich des Fanverhaltens noch schlechter ab als die Schweizer Anhänger.

Im allgemeinen Fairplay-Ranking im Mittelfeld

Im allgemeinen Fairplay-Ranking, das neben dem Fanverhalten auch Aspekte wie Respekt gegenüber Gegnern und Schiedsrichtern sowie das Verhalten des Staffs einbezieht, schneidet die Schweiz etwas besser ab. Hier belegt sie den 30. Platz unter 51 Nationen. An der Spitze dieser Wertung steht England, was die Bemühungen des englischen Verbands um ein positives Fanverhalten unterstreicht.

Besonders bemerkenswert ist der Erfolg der Färöer-Inseln im Ranking zum Fanverhalten. Der kleine Inselstaat führt diese Wertung an und erhält dafür eine Prämie von 50'000 Euro für ein Fairplay-Projekt. Dies zeigt, dass auch kleinere Fussballnationen in Sachen Fankultur Vorbildcharakter haben können.

Im Vergleich zum Vorjahr immerhin eine Verbesserung

Trotz des insgesamt enttäuschenden Abschneidens gibt es für die Schweiz einen kleinen Lichtblick: Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bewertung leicht verbessert. Mit einem Zuwachs von 0,092 Punkten liegt die Schweiz in dieser Kategorie auf Rang 17, was auf eine positive Entwicklung hindeutet. Den grössten Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr hat die Republik Moldau gemacht.

Die UEFA-Bewertung erfolgt auf einer Skala von null bis zehn Punkten, wobei die Schweiz im Durchschnitt 8,047 Punkte erreichte. Diese Zahl mag auf den ersten Blick nicht schlecht erscheinen, doch im internationalen Vergleich reicht sie offenbar nicht für eine bessere Platzierung.