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Siegen reagiert auf den Nabesaka-Schock mit von Schroetter

kicker

Es läuft verheißungsvoll für die Sportfreunde Siegen: In der Vorbereitung auf die neue Saison der Regionalliga West feierte der Aufsteiger bis zum Anbruch dieses Wochenendes samt und sonders Siege, zuletzt 1:0 gegen Kickers Offenbach und 4:1 gegen den FC Gießen. Das zweite Testspiel, ein ungefährdetes 5:0 beim Siebtligisten Germania Salchendorf im Rahmen des "Germanen-Cups" hatte für die Siegener gravierende Auswirkungen. An jenem 4. Juli riss sich Rechtsverteidiger Rikuhei Nabesaka nach einer Viertelstunde das vordere Kreuzband im linken Knie und wird mehrere Monate fehlen.

Seitdem fahndeten die Sportfreunde nach einem Ersatz. Seit Samstag ist dieser gefunden: Leonhard von Schroetter bekommt nach absolviertem Trainingslager und 45 Minuten gegen den OFC einen Vertrag in der Krönchenstadt. Der 26-Jährige, der die vergangenen beiden Spielzeiten für den FSV Frankfurt auflief, bereichert den SFS-Kader mit reichlich Erfahrung. Für den FSV Zwickau spielte er 29-mal in der 3. Liga, hinzu kommen 31 Spiele in der Regionalliga Bayern für die U 23 seines Ausbildungsklubs FC Augsburg und 98 Partien in der Südwest-Staffel für den FSV Frankfurt.

Zahlen mit Relevanz und gleichsam Vergangenheitswert, Siegens Trainer Thorsten Nehrbauer hat bei seinem neuen Schützling viel mehr den Ist-Zustand im Blick: "Er ist sehr robust, aggressiv, schnell, kann unheimlich weit einwerfen und mit seiner Erfahrung auch in einer Dreierkette spielen." Gleichsam imponiert Nehrbauer, wie schnell von Schroetter als Testspieler Fuß gefasst habe im Kader: "Es ist nicht selbstverständlich, aus Bayern zu kommen, ein komplettes Trainingslager zu absolvieren und im Anschluss noch zu spielen. Das alles mit einem gewissen Rückstand durchzuziehen, dafür hat er meinen Respekt."

Respekt brachte der Regionalligist seinem Neuzugang auch bei der Wahl der Rückennummer entgegen. Wie bei seinen vorherigen Stationen darf von Schroetter mit der 28 auflaufen. Der neue Rechtsverteidiger erzählt mehr: "Sie hat mich meine ganze Karriere lang begleitet. Mit ihr verbinde ich meinen ersten Profi-Vertrag und ich habe sie auch auf meinem Oberarm verewigt."

In seiner neuen Mannschaft erkennt von Schroetter jede Menge Qualität und berichtet, gute Gespräche mit den Verantwortlichen geführt zu haben und von seinen neuen Teamkollegen sofort gut aufgenommen worden zu sein. Angetan ist der gebürtige Oberbayer auch von der Anhängerschaft des ehemaligen Zweitligisten: "Die Sportfreunde sind im deutschen Fußball bekannt und die Fans von SFS für die Wucht, die sie entfalten können. Es ist toll, wie sehr Fans und Stadt hinter dem Verein stehen."