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So viel Geld erwartet den SK Rapid in der Conference League

kicker

Der SK Rapid hat am Donnerstag den Einzug in die Ligaphase der Conference League fixiert. Somit können die Wiener mit wichtigen Einnahmen planen. Denn alleine das Startgeld für den drittwichtigsten europäischen Bewerb beträgt 3,17 Millionen Euro. Zudem kassiert Rapid für die erfolgreiche Qualifikation 530.000 Euro. Die Elf von Peter Stöger kann noch weitere Millionen für die Vereinskassa holen. Der kicker mit einem Überblick.

Europacup-Preisgeld: Ein kompliziertes Konstrukt

So erfreulich die Einnahmen für die Hütteldorfer in wirtschaftlicher Hinsicht auch sind, der neutrale Beobachter kann bei der Zusammensetzung der Prämien durchaus den Faden verlieren. Insgesamt werden in der Conference League 285 Millionen Euro an die 36 Teilnehmer ausgeschüttet. Diese teilen sich wie folgt auf: 114 Millionen Euro an Startprämien (40 Prozent), 114 Millionen Euro an leistungsabhängigen Festbeträgen (40 Prozent) sowie 57 Millionen Euro Wertprämie (20 Prozent).

Neben der eingangs beschriebenen Startprämie in Höhe von 3,17 Millionen Euro kann Rapid selbstverständlich auch für das sportliche Abschneiden im Bewerb Erlöse generieren. Grundsätzlich werden pro Spiel 400.000 Euro ausgeschüttet. Entweder kassiert dieses der Sieger als Siegprämie oder - bei einem Unentschieden - bekommt jedes Team 133.000 Euro. Die übrigen 133.000 Euro werden gesammelt und am Ende an alle Klubs gemäß ihrer Endplatzierung ausgezahlt.

In der Vorsaison konnte Rapid gleich vier Siege feiern (1,6 Millionen Euro), spielte zudem einmal Remis (133.000 Euro).

Neben den Spielprämien erwarten die Klubs in der Conference League auch Prämien für ihre Abschlussplatzierung in der Tabelle. Die Gesamtprämie für die Ligaphase wird hierfür in 666 gleich große Anteile mit einem Ausgangswert von 28.000 Euro geteilt. Das 36. und letztplatzierte Team erhält einen Anteil (eben 28.000 Euro), anschließend kommt für jeden Rang ein Anteil hinzu. Die bestplatzierte Mannschaft erhält demzufolge 36 Anteile und damit zumindest gut eine Million Euro. Aufgeschlagen werden hier zudem nach gleichem Prinzip die einbehaltenen Unentschieden-Prämien.

In der Vorsaison beendete Rapid die Ligaphase auf Rang vier und kassierte somit 924.000 Euro, zudem rund 145.000 Euro aus dem Unentschieden-Topf.

Lukrative K.o.-Phase

In der Ligaphase der Conference League ziehen die besten acht Teams direkt ins Achtelfinale ein - und kassieren dafür insgesamt 1,2 Millionen Euro. Die Teams auf den Plätzen 9 bis 24 müssen den Umweg über ein Play-off gehen, um sich für die Runde der letzten 16 zu qualifizieren. Allein für das Erreichen dieser K.-o.-Phase gibt es 200.000 Euro. Wer sich dort durchsetzt und ins Achtelfinale einzieht, erhält weitere 800.000 Euro. Etwas lukrativer ist die Ausgangslage für die Plätze 9 bis 16: Diese Vereine bekommen zusätzlich zur Play-off-Prämie noch einmal 200.000 Euro für ihre Platzierung in der Endtabelle der Ligaphase. Die Teams auf den Rängen 17 bis 24 erhalten diesen Bonus hingegen nicht.

Ab dem Viertelfinale wird's einfacher: Qualifiziert sich ein Klub für diese Runde, kassiert er 1,3 Millionen Euro. Der Einzug ins Halbfinale ist 2,5 Millionen Euro wert, jener fürs Endspiel vier Millionen Euro. Der Sieger der Conference League darf sich über weitere drei Millionen Euro freuen.

In der Vorsaison kassierte Rapid für das Erreichen der K.o.-Phase 200.000 Euro sowie weitere 200.000 Euro, weil man die Tabelle auf Rang vier abschloss. Zudem flossen 800.000 Euro für den direkten Einzug ins Achtelfinale und weitere 1,3 Millionen Euro für die Viertelfinal-Teilnahme.

Jetzt wird’s knifflig: So funktioniert die Wertprämie

Den dritten und letzten Part bei den Europacup-Einnahmen stellt die komplex aufgebaute Wertprämie dar. Dabei handelt es sich um Ausschüttungen, die sich aus europäischen und nicht-europäischen Medieneinnahmen generieren. Was ist hier entscheidend? Zum einen der TV-relevante Marktwert eines Landes (auch Marktpool genannt), zum anderen der jeweilige Klubkoeffizient. Die Höhe der Einnahmen, die ein Klub daraus generiert, hängt also nicht von der sportlichen Leistung im Turnierverlauf ab, sehr wohl aber von den Leistungen im Europacup in den vergangenen Jahren.

Verteilt wird das Geld aus der Werte-Säule übrigens sowohl bei den europäischen als auch den nicht-europäischen Einnahmen wieder über den bereits bekannten 666er-Schlüssel (36 Anteile für den jeweils Ersten, ein Anteil für den jeweils 36.).

Europäischer Teil (73 Prozent):

Ein Teil der Wertprämie besteht daraus, wie viel die jeweiligen Medienrechte-Inhaber eines Landes für die Übertragung zahlen. Demnach landen die Teams aus den Ländern mit den höchsten TV-Einnahmen automatisch auf den ersten Plätzen dieses Teils des Rankings. Sind beispielsweise aus dem Land auf Platz 1 der Rangliste nach Medienmarktwert vier Vereine im Wettbewerb vertreten, belegen diese die Plätze 1 bis 4. Österreich schneidet hier solide ab und wird laut Football meets Data hinter Deutschland, England, Spanien, Italien, Frankreich, den Niederlanden, der Türkei, Polen und Griechenland auf Position 10 geführt. Die Position der Klubs aus ein- und demselben Land ergibt sich anschließend aus den Europacup-Darbietungen der vergangenen fünf Jahre. Zusätzlich wird eine separate Rangliste auf Grundlage der Fünf-Jahres-Koeffizientenrangliste erstellt.

Der Letzte, FC Noah, bekommt aus dem europäischen Teil einen Anteil, der 60.000 Euro wert ist. Rapid liegt hier auf Rang sieben und kriegt dementsprechend 30 Anteile mit einem Gesamtvolumen von 1,89 Millionen Euro. Der Erste, die AC Florenz, kassiert 36 Anteile und somit 2,27 Millionen Euro.

Nicht-europäischer Teil (27 Prozent):

Dieser Teil der Wertprämie orientiert sich am Zehnjahresranking der UEFA-Klubwettbewerbe. Der Letzte, der FC Shelbourne, bekommt einen Anteil in Höhe von 23.000 Euro. Rapid liegt hier auf Rang sechs und bekommt für seine 31 Anteile insgesamt 713.000 Euro. Auf Rang eins liegt Schachtar Donezk. Die Ukrainer bekommen für ihre 36 Anteile 828.000 Euro.

In der Vorsaion konnte Rapid über die Wertprämie rund 2,2 Millionen Euro lukrieren. Insgesamt beliefen sich die Einnahmen der Grün-Weißen auf rund 11,2 Millionen Euro. 

Ausblick: Für Rapid hängen die Trauben hoch

Schon vor Anpfiff in der Conference League hat der SK Rapid bereits rund 6,3 Millionen Euro fix. Um wieder annäherend an die Erlöse der Vorsaison heranzukommen, braucht Rapid wieder eine starke Performance im Turnierverlauf. Seit Freitagnachmittag kennen die Hütteldorfer auch ihre Gegner in der bevorstehenden Ligaphase. Rapid, das aus Topf 1 gezogen wurde, trifft auf AC Florenz (H), Lech Posen (A), Omonia Nikosia (H), Zrinjski Mostar (A), Rakow Tschenstochau (A) und Universitatea Craiova (H). Damit wartet nur ein Top-Klub auf die Stöger-Elf.

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