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Soforthilfe aus London: Gladbach leiht Tottenhams Takai aus

kicker

Borussia Mönchengladbach hat auf die Personalnot in der Innenverteidigung reagiert und Kota Takai von den Tottenham Hotspur ausgeliehen. Das gab der Bundesligist am Freitagmittag bekannt. Der japanische Verteidiger kommt demnach bis Saisonende und erhält die Rückennummer 14. Takai ist direkt ins Trainingslager der Mannschaft von Eugen Polanski ins türkische Belek geflogen und soll bereits am Nachmittag seine erste Trainingseinheit mit den neuen Teamkollegen absolvieren.

Gladbachs Sportdirektor Rouven Schröder erhofft sich vom 21 Jahre alten Japaner offenbar eine schnelle Verstärkung. "Er hat das Zeug, uns zeitnah weiterzuhelfen", erklärt er in der Vereinsmitteilung. "Kota ist ein großer, physisch starker Innenverteidiger, der zudem eine gute Schnelligkeit besitzt." Takai soll offenbar zur Soforthilfe für das Abwehrzentrum werden, wo zuletzt aufgrund der Verletzungen von Marvin Friedrich und Fabio Chiarodia der etatmäßige Mittelfeldspieler Philipp Sander in der Dreierkette aushelfen musste. Um Friedrich rankten sich zudem immer wieder Abwanderungsgerüchte.

Mit viel Spielpraxis reist der 1,92 Meter große Abwehrspieler allerdings nicht an. Die Tottenham Hotspur hatten den Japaner im Juni von seinem Heimatklub Kawasaki Frontale verpflichtet, ihn bislang aber nicht eingesetzt. In der Premier League gehörte Takai - auch verletzungsbedingt - noch kein einziges Mal zum Spieltagskader. Zuvor hatte er in Japan auf sich aufmerksam gemacht, als er 2024 zum besten jungen Spieler in der heimischen J-League gekürt worden war. Für Japan absolvierte er bislang vier Länderspiele - das letzte davon im vergangenen Juni.

Fraulo nach England - Ablöse für Gladbach

Kurz vor der Verpflichtung von Takai hatte die Borussia bereits eine weitere Transferbewegung bekanntgegeben - diesmal allerdings auf der Abgang-Seite. Mittelfeldspieler Oscar Fraulo verlässt den Verein endgültig und wechselt fest zum englischen Zweitligisten Derby County. Die vergangenen beiden Saisons hatte der Däne bereits leihweise beim niederländischen Klub FC Utrecht verbracht, bevor er im Sommer nach Gladbach zurückkehrte. Dort kam er in der laufenden Saison aber nur auf vier Kurzeinsätze in der Bundesliga, wobei ihm beim 4:0 auf St. Pauli sein erstes Bundesliga-Tor gelang.

"Er hätte seine Einsatzzeit mit großer Wahrscheinlichkeit auch in der Rückrunde nicht signifikant verbessert - auch wegen der großen Konkurrenz auf seiner Position", erklärt Schröder den Abgang des Mittelfeldspielers. "In einem solchen Fall muss man manchmal die Entscheidung konsequent treffen, getrennte Wege zu gehen." Fraulos Vertrag in Mönchengladbach wäre zum Saisonende ausgelaufen, durch den Transfer nach England generiert der Bundesligist immerhin noch eine Ablösesumme.