Beförderung trotz null Spielen
Nur drei Tage nach dem Wechsel von Aufstiegstrainer Vincent Wagner zur SV Elversberg stellte die TSG Hoffenheim dessen Nachfolger vor: Stefan Kleineheismann, der seit diesem Jahr Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz ist, übernimmt die Zweitvertretung der Kraichgauer. Ursprünglich war der 37-Jährige, der im Sommer von Fürth nach Hoffenheim wechselt, für die U 19 vorgesehen.
Ohne einen Arbeitsnachweis in der TSG-Akademie erbracht zu haben, befördert ihn der Verein nun jedoch schon. "Bei der Neubesetzung der Cheftrainerposition in der U 23 war es für uns entscheidend, das große Ganze im Blick zu behalten und eine Lösung zu präsentieren, die die Philosophie der TSG-Akademie widerspiegelt", wird Frank Kramer, Direktor Sport der TSG Hoffenheim, in der Pressemitteilung zitiert.
Ehmann und Schilk rücken ebenfalls auf
Er kennt Kleineheismann bereits aus gemeinsamen Stationen in Fürth und Bielefeld. So war der neue Coach unter anderem Kramers Spieler in der U 19 und U 23 des Kleeblatts. Bei der Arminia - nach Schweinfurt Kleineheismanns zweiten Station als Co-Trainer im Seniorenbereich - assistierte der ehemalige Schützling seinem Ex-Trainer. "Stefan Kleineheismann wird seine Qualitäten als Trainer, die er bereits im Profifußball unter Beweis gestellt hat, in der U23 einbringen", erklärte Sportliche Leiter der Akademie, Michael Feichtenbeiner,
„Wir wollen unsere eigenen Talente fördern und auf die nächste Stufe bringen.“ (Frank Kramer)
Bei der Nachfolge für Kleineheismann als Coach der U 19 setzt die TSG auf eine interne Lösung: Der bisherige U-17-Trainer Paul Ehmann rückt eine Position auf, dessen Position übernimmt der bis dato als U-16-Coach tätige Tobias Schilk. "Wir gehen in unserer Akademie konsequent den TSG-Weg. Das bedeutet, dass wir unsere Spieler, Trainer und Mitarbeiter mit Mut und Überzeugung ausbilden", erläuterte Kramer. Anschließend führte er aus: "Die Durchlässigkeit nach oben ist dabei von zentraler Bedeutung. Diese leben wir vor, denn wir wollen unsere eigenen Talente fördern und auf die nächste Stufe bringen."
Wer nun die letzte vakante Stelle im Nachwuchs - die Nachfolge in der U 16 für Schilk antritt - ist derweil noch offen. Dies soll aber "ebenfalls zeitnah" geklärt und verkündet werden.