Trotz des befürchteten Wetterchaos in den nächsten Tagen sind derzeit die Partien zum Jahresauftakt in der Bundesliga nicht gefährdet. Die DFL sei alarmiert. "Aktuell finden aber alle Spiele statt", sagte ein DFL-Sprecher auf DPA-Anfrage. Man schaue vor allem auf die Situation im Norden und bewerte die Situation täglich neu.
Im Norden finden am Samstag mit Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim, Union Berlin gegen Mainz 05 und St. Pauli gegen RB Leipzig (jeweils 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) drei Begegnungen statt. Der Deutsche Wetterdienst sagt für Freitag eine extreme Wetterlage mit heftigen Schneefällen voraus. Besonders ungemütlich soll es ab der Nacht zum Freitag werden, wenn Sturmtief "Elli" die Regie übernimmt. Laut der Warnung des Deutschen Wetterdienstes sind insbesondere Ostdeutschland, der Harz und die Region zwischen Bremen und Hamburg betroffen.
"Wir tun das Möglichste, damit das Spiel gegen Leipzig wie geplant stattfinden kann", hieß es in der Pressemitteilung des FC St. Pauli am Donnerstag: "Der Verein muss allerdings abwarten, wie sich die Wetterlage entwickelt und ob es weitere heftige Schneefälle geben wird. Angesichts der Wetterlage können wir nicht dafür garantieren, dass das Spiel unter den gegebenen Umständen stattfinden kann."
Eintracht sieht keine Probleme für Partie gegen BVB
Die erste Partie des 16. Spieltages steigt am Freitagabend (20.30 Uhr) zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund. "Nach Einschätzung der zuständigen Behörden gibt es aktuell keinen Grund zur Annahme, dass das Spiel am Freitag nicht wie geplant stattfinden kann", teilte die Eintracht mit. "Über den Stadionbetreiber haben wir dennoch vorsorglich zusätzliches Personal im Einsatz, um Schneefall zu beseitigen, Streumaßnahmen durchzuführen und die Sicherheit auf dem Stadiongelände zu gewährleisten."
Spielabsagen im Oberhaus aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes sind angesichts der verpflichtenden Rasenheizung selten geworden. In diesem Fall muss das Schiedsrichter-Gespann vor Ort entscheiden.
Schwierige Anreise für Fans
Das Problem ist die Anfahrt für die Fans, die in den nächsten Tagen mit Glatteis und Schnee rechnen müssen. So appellierte etwa Werders Mediendirektor Christoph Pieper auf der Pressekonferenz am Donnerstagmorgen an die Fans, ohne Auto und frühzeitig anzureisen. Doch auch die Deutsche Bahn hat witterungsbedingt bereits Verspätungen und Zugausfälle im Fernverkehr angekündigt.
Außerdem können Spielstättenbetreiber wegen Gefährdungen die Stadien schließen lassen, zum Beispiel, wenn Schneelawinen vom Dach rutschen könnten. Auch aus diesem Grund und wegen Sicherheitsrisiken und der Verkehrssituation war im Dezember 2023 die Begegnung Bayern München gegen Union Berlin in der Allianz-Arena abgesagt worden. Im Januar 2024 fiel die Partie der Berliner in Mainz aus.
Union sucht Helfer zum Schneeschippen
Fanklubs von Union wollen ihrem Klub beim Beseitigen der befürchteten Schnee- und Eismassen helfen. Einem Bericht der Bild zufolge hieß es in einem Aufruf, dass die Vereinsmitarbeiter dies nicht allein gewährleisten könnten und sich über Unterstützung freuen würden.
Union erklärte auf Anfrage, dass dies aktuell ein Thema der Fanklubs sei. Noch sei unklar, wie groß das Ausmaß der Witterungsprobleme werde. "Wir hoffen und tun alles dafür, dass dieses Spiel sowie das Wiedersehen mit Urs Fischer stattfinden können", legte Pressesprecher Christian Arbeit am Nachmittag auf einer Pressekonferenz nach: "Am Ende sind alle Spekulationen müßig. Wir sehen alle den Wetterbericht - ob und wie viel Schnee tatsächlich fallen wird, wissen wir leider nicht."
In Berlin und Hamburg wurden für dieses Wochenende alle Amateurspiele abgesagt, wobei viele Ligen erst später in den Spielbetrieb einsteigen.