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Stolze Popp: "Das hätte ich unterschrieben, aber nicht geglaubt"

kicker

Ein 4:0-Sieg gegen Paris Saint-Germain? "Wenn mir das vorher jemand gesagt hätte, dann hätte ich es sofort unterschrieben - aber nicht geglaubt", erzählte eine lachende Alexandra Popp am Mittwochabend nach dem unerwartet klaren Erfolg im ersten Spiel der Champions League-Ligaphase.

Der VfL hat gleich zum Auftakt ein deutliches Ausrufezeichen an die Konkurrenz gesendet. "Ich bin auch mit der Art und Weise wie wir es gespielt haben sehr zufrieden und natürlich auch ziemlich stolz", sagte Popp. Und das durfte sie auch sein. Die Gastgeberinnen gingen vor nur 1734 Zuschauern im AOK Stadion schon in der 7. Minute in Führung, als Popp einen Eckball per Kopf verlängerte und von der Niederländerin Jackie Groenen unglücklich ins eigene Tor befördert wurde. "Das frühe Tor hat uns Sicherheit gegeben", wusste VfL-Trainer Stephan Lerch. Noch vor der Pause erhöhte die Niederländerin Ella Peddemors auf 2:0.

Popp findet ein kleines Haar in der Suppe

In Hälfte zwei überstand der VfL mehrere Druckphasen der Gäste unbeschadet, und legte am Ende der Partie noch zwei Treffer durch Popp (90.) und Janina Minge (90.+5 per Handelfmeter) nach. "Ich muss ehrlich sagen, dass die zweite Halbzeit nicht so gut war wie die erste. Wir haben uns ein bisschen den Schneid abkaufen lassen, haben ein bisschen zu wenig gemacht", fand Popp an diesem Abend auch Ansätze zur Kritik. "Wir hatten einige Phasen, die wir überstehen mussten. Da müssen wir einige Dinge besser lösen", monierte auch Lerch.

Aber natürlich überwog insgesamt die Freude über den deutlichen Sieg. "Ich bin sehr glücklich, zufrieden und super stolz auf die Mannschaft", lobte der Trainer seine Spielerinnen. "Es ist für uns ein toller Auftakt in diese Champions-League-Phase. Wir haben einen großen Kampf gezeigt. Mit so einem starken Ergebnis loszulegen, das tut uns allen gut."

Die Routiniers führen das Team

Angesichts des XXL-Umbruch im Sommer mit 15 Abgängen und zwölf neuen Spielerinnen im Kader ist es sehr bemerkenswert, mit welchem Zusammenhalt und Selbstverständnis der VfL schon auftritt. "Wir merken, was möglich ist und daraus resutiert auch Selbstvertrauen", hat Lerch beobachtet. Angeführt von den Routiniers Popp (34) und Svenja Huth (34) wachsen auch die anderen Spielerinnen deutlich schneller auf dem Platz als auch intern erwartet worden war. Da fällt es auch nicht weiter ins Gewicht, dass Neuzugang und Nationalspielerin Cora Zicai leistungsmäßig noch etwas abfällt. Das wird von ihren Mitspielerinnen gekonnt und ohne viel Aufhebens aufgefangen. Das Kollektiv zählt. "Es waren nicht nur ein oder zwei, die herausgestochen sind, sondern es war die ganze Mannschaft", betonte Popp.

„Wir müssen ganz stark davon ausgehen, dass eine Art Trotzreaktion kommt.“ (Alexandra Popp zur Partie gegen Bayern)

Am Samstag (15 Uhr) will der VfL dort weitermachen, wo er gegen Paris aufgehört hat. "Wir wollen den Schwung mitnehmen", kündigte Lerch an. Bayern München ist in der Volkswagen-Arena zu Gast. Der Meister und aktuelle Tabellenzweite unterlag am Dienstag in der Champions League beim FC Barcelona mit 1:7. "Wir müssen ganz stark davon ausgehen, dass eine Art Trotzreaktion kommt" fürchtet Popp. "Dementsprechend müssen wir schon gewappnet sein, dass die Bayern mit ordentlich Aggressivität in unser Stadion kommen werden."