In Matheus Cunha hatte Manchester United Anfang Juni seinen ersten, fast 75 Millionen Euro schweren Sommerneuzugang vorgestellt. Der Tabellen-15. der Vorsaison ist sichtlich darum bemüht, eine derart enttäuschende Spielzeit nicht zur Gewohnheit werden zu lassen - und passt seine Transferstrategie dafür an. Mit Bryan Mbeumo kommt der nächste kostspielige Neuzugang ins Old Trafford. Dieser unterschrieb einen Vertrag bis 2030, der sich per Option bis 2031 verlängern könnte.
"Sobald ich hörte, dass es eine Chance gibt, zu Manchester United zu wechseln, dem Klub meiner Träume und dessen Trikot ich als Kind trug, wollte ich diese Gelegenheit wahrnehmen", wird der 25-jährige Offensivspieler auf Uniteds Webseite. Auch Jason Wilcox, Direktor Fußball in Manchester, zeigte sich hochzufrieden über den Transfer: "Er hat in puncto Tore und Assists herausragende Werte in der Premier League erzielt. Seine Konstanz machte ihn in den letzten drei Jahren zu einem der produktivsten Spieler in England."
Erstmals seit 2019: Zwei Spieler von der Konkurrenz
Im Zuge der Verpflichtung von Mbeumo, der am Montagabend offiziell präsentiert wurde und der die Red Devils umgerechnet rund 75 Millionen Euro plus sieben Millionen an Boni kosten soll, haben die United-Verantwortlichen für eine Besonderheit gesorgt, die es so seit dem Sommer 2019 nicht mehr gegeben hatte: Erstmals seit sechs Jahren wechseln mindestens zwei Profis von Ligakonkurrenten innerhalb einer Saison fest in den roten Teil Manchesters.
Den Kader mit Premier-League-Spielern zu verstärken, war bei ManUnited in der jüngeren Vergangenheit eine Seltenheit geworden. Nachdem Harry Maguire (von Leicester) und Aaron Wan-Bissaka (von Crystal Palace) im Sommer 2019 für viel Geld eingekauft worden waren, verpflichteten die Red Devils in den Folgejahren lediglich Christian Eriksen (2022/23, Brentford) - wenngleich ablösefrei - und Mason Mount (2023/24, Chelsea) von Premier-League-Mitstreitern.
Nächster herber Verlust für die Bees
Es scheint bei United also ein Umdenken stattgefunden zu haben, das selbstverständlich auch mit abermals hohen Transferausgaben verbunden ist. Mit 28 Torbeteiligungen (20 Treffer, 8 Assists) in 38 Ligaspielen bewies Mbeumo zuletzt jedenfalls eindrucksvoll, dass er auf höchstem Niveau liefern kann. ManUnited war 2024/25 insgesamt nur auf 44 Treffer gekommen, kein Spieler traf zweistellig.
Brentford wiederum verliert nach Cheftrainer Thomas Frank einen weiteren Hauptakteur der vergangenen Spielzeit, die die Bees auf Rang 10 beendet hatten. Gemeinsam mit seinem Offensivpartner Yoane Wissa (19 Tore, 5 Assists), der selbst in Nottingham, Newcastle und bei Tottenham gehandelt wird, nahm Mbeumo eine Schlüsselrolle unter dem dänischen Coach ein, der künftig Tottenham trainiert, und der den 25-jährigen Kameruner wohl auch gerne zu den Spurs gelockt hätte. Nun aber ist Mbeumo Spieler beim Traumklub seiner Kindheit.