Fehlercode: %{errorCode}

Säumel nimmt Christensen in Schutz: "Überhaupt kein Vorwurf"

kicker

Groß waren die Erwartungen beim SK Sturm vor dem Auftakt in der Ligaphase der Europa League, noch größer ist die Enttäuschung nach dem 0:2 beim FC Midtjylland. Ein frühes und ein spätes Gegentor entschieden die Partie zugunsten der Dänen. Und bei beiden Treffern stand ein Däne im Fokus, allerdings in Diensten der Grazer: Tormann Oliver Christensen.

Nach wenigen Spielminuten beförderte die Florenz-Leihgabe einen Eckball in den eigenen Kasten und in den Schlussminuten rutschte ihm ein Kopfball durch die Finger. Der Frust war Christensen ins Gesicht geschrieben, zumal quasi die gesamte Familie live vor Ort war. An die 30 Freikarten soll der Sturm-Keeper besorgt haben. "Überhaupt kein Vorwurf", meinte Sturm-Trainer Jürgen Säumel und versuchte den Unglücksraben aufzumuntern. "Er hat es in den letzten Spielen immer sehr gut gemacht, war ein sicherer Rückhalt. Dazu hat er uns unmittelbar vor der Pause mit einer großartigen Parade am Leben gehalten."

Auch Maurice Malone stärkte seinem Teamkollegen den Rücken: "Oli ist ein erfahrener Spieler, das kommt vor als Tormann. Das werden wir ihm natürlich verzeihen." Denn die alleinige Schuld trifft Christensen keineswegs. Man wusste um Midtjyllands Stärke bei Standards Bescheid. "Zehn haben wir gut verteidigt, zwei eben nicht", erklärte Kapitän Jon Gorenc Stankovic, der - anders als Spielmacher Otar Kiteishvili - rechtzeitig für das Spiel in Herning wieder fit geworden ist.

Säumel: "Wichtiger Entwicklungsschritt"

Dass Sturm die Heimreise ohne Punkte im Gepäck antreten muss, ärgert Säumel. "Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend." Doch der 41-Jährige versucht, die positiven Dinge mitzunehmen und richtet den Blick bereits nach vorne. "Von der Leistung her, bin ich nicht unzufrieden, weil wir das Spiel - aus dem Spiel heraus - offen gestalten konnten. Es war ein wichtiger Entwicklungsschritt für unsere Mannschaft und wir werden die Lehren daraus ziehen." Gefehlt habe laut Säumel letzlich nicht viel. "Eine Spur entschlossener im letzten Drittel" sein, "die Standardsituationen aufmerksamer verteidigen und "bei den Rebounds hellwach sein".

Für Sturm geht es Schlag auf Schlag weiter. Bereits am Sonntag (14.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gastiert der TSV Hartberg in der Merkur Arena. Am Donnerstag darauf kommen die Glasgow Rangers in die steirische Landeshauptstadt.