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Taktisch gut vorbereitet - aber Dedes will auch Hamburgs Leidenschaft standhalten

kicker

Nach zwei Siegen zum Start hatte die Hoffenheimer Ausbeute zuletzt etwas gelitten. Trotz zweier solider Auftritte gab es gegen Werder Bremen eine Niederlage (1:2), gegen Aufsteiger 1. FC Nürnberg ein Unentschieden (1:1). Die Entwicklung des Spiels gegen den FCN hat Trainer Theodoros Dedes indes länger beschäftigt, zufrieden mit dem Ergebnis und dem "Tor aus dem Nichts" war der Trainer nämlich nicht.

Dagegen sei der erste Auftritt im DFB-Pokal bei der SpVgg Greuther Fürth (2:1) - den Dedes aufgrund seiner Gelb-Roten Karte im Halbfinale der vergangenen Saison von der Tribüne aus verfolgen musste - ordentlich gewesen, auch wenn man das Spiel hintenraus unnötig spannend gemacht hätte. Vor allem für die jüngeren Spielerinnen, die bislang noch nicht allzu viel Spielpraxis vorzuweisen hatten, sei es eine willkommene Abwechslung gewesen, die alle gut gemeistert hätten.

Dass es zum aktuellen Zeitpunkt der Saison schon mehr als sieben Punkte hätten sein können, weiß auch Dedes, der jedoch bescheiden bleibt: "Es wird entscheidend sein, wie konstant wir unsere Leistungen bringen. Vielleicht ist das auch Teil unseres Lernprozesses, dass nicht alles so einfach geht."

Personell erstmals in Bestbesetzung

Von der kleinen Regionalliga-Spielstätte wechselt die TSG nun ins große Volksparkstadion, wo am Montag (18 Uhr) mit dem Hamburger SV ein weiterer Aufsteiger der Gastgeber ist. "Das wird ein Highlight in diesem Stadion, ein Flutlichtspiel gegen eine Mannschaft, die sehr euphorisiert ist", blickt Dedes voraus. "Hamburg ist ein Gegner, der sehr tief verteidigt, aber das hatten wir mit Nürnberg und Fürth zuletzt auch schon. Insofern ist das ein Spiel, auf das wir taktisch gut vorbereitet sein sollten."

Und auch personell ist die TSG bereit: Lediglich die Langzeitverletzten Sara Ritter und Naomi Luyet sind noch kein Thema, ansonsten sind derzeit alle Akteurinnen im Teamtraining. Bei Wielle Douma und Nadine Bitzer muss Dedes allerdings schauen, ob es am Montag schon für den Kader reicht.

Der HSV habe derweil mit seiner neuen Trainerin Liese Brancao sowie den Neuzugängen - vorwiegend aus Österreich - viel internationale Erfahrung dazugewonnen. Hinzu kommen bundesligaerfahrene Akteurinnen wie Nina Räcke und Viktoria Schwalm, aber auch junge Talente wie Lotta Wrede und Leni Eggert, die mit ihren 17 Jahren schon "richtig gut unterwegs" sind.

"Hamburg spielt mit sehr viel Leidenschaft und ist aus seiner kompakten Verteidigung heraus immer für Nadelstiche gut", erklärt Dedes, den die bisherigen Auftritte des HSV (fünf Punkte nach vier Spielen) auch nicht überraschen: "Ich weiß aus meiner Zeit in Meppen, was für Kräfte entfacht werden können, wenn man in die 1. Liga aufsteigt. Es bringt etwas, wenn eine Mannschaft zusammenbleibt. Sie haben das sehr gut hingekriegt mit dem Teamgefühl und wie sie ihre Leidenschaft auf den Platz bringen." Was den Hoffenheimer Trainer dagegen viel mehr überrascht, sind die bisherigen Ergebnisse und die Ausgeglichenheit der Liga. Die TSG selbst will am Montag allerdings keine Überraschung mehr beisteuern.