Als am vergangenen Samstag vor 1.701 Zuschauern im Gesundbrunnenstadion die 10. Minute anbrach, da lag der heimische 1. SC 1911 Heiligenstadt bereits mit 0:2 zurück. Doch diese am Ende 1:3 lautende Heimniederlage war es gewiss nicht, die Trainer André Thüne wenige Tage später seinen Job beim SC 1911 kostete. Auf der Facebook-Seite der unterlegenen Heimelf war nämlich kurz und knapp zu lesen: "Starke Leistung, Jungs!"
Der Gegner an jenem Nachmittag im Landespokal Thüringen war nämlich kein Geringerer als der FC Carl Zeiss Jena, seines Zeichens Spitzenteam in der Regionalliga Nordost. Vielmehr beschäftigt den SC 1911, dass er nach dem Aufstieg in die Oberliga NOFV-Süd dort mit zwei Pünktchen unten festhängt. Nach "ausführlicher Bewertung des ersten Saisonviertels" sei der Vorstand zu dem Entschluss gekommen, dass es für den Klassenerhalt ab sofort einen neuen Impuls brauche.
Thüne zu entlassen, sei laut Verein nicht einfach gewesen, schließlich habe der 50-Jährige mit dem Aufstieg in die Oberliga maßgeblich zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte beigetragen. Zudem hat der scheidende Coach mit dem Klub aus der westthüringischen Kleinstadt das Halbfinale des Landespokals erreicht. Dort unterlag der SC 1911 dem FC An der Fahner Höhe mit 2:5.
Für eine erfolgreiche Zukunft soll ab sofort Benedikt Seipel sorgen. Der 39-Jährige wird bereits am Dienstag das Training leiten. Seipel arbeitete bereits in den Jugendabteilungen von RB Leipzig und des Chemnitzer FC, ehe er 2024/25 Co-Trainer von Mark Zimmermann beim Regionalligisten Hallescher FC war.
Die Heiligenstädter Verantwortlichen sind überzeugt, einen "engagierten und fachlich starken Trainer" gefunden zu haben, der neben dem erhofften Impuls auch die Mannschaft weiterentwickeln kann. Der geschlossene Vertrag läuft bis Saisonende.