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"Total verrückt": Rabiot kritisiert Liga-Spiele im Ausland - Serie-A-Chef widerspricht

kicker

Am 8. Februar spielt die AC Mailand gegen Como 1907, die Partie findet aber nicht im Norden Italiens statt, sondern in Perth - Australien. Grund für die Verlegung des Spiels sind die Olympischen Winterspiele, die vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina d'Ampezzo stattfinden. Die UEFA hatte den entsprechenden Antrag der italienischen Liga vor wenigen Tagen zähneknirschend genehmigt: "Aber diese Entscheidung ist eine Ausnahme und darf nicht als Präzedenzfall angesehen werden", versicherte UEFA-Chef Aleksander Ceferin.

Milan-Profi Adrien Rabiot äußerte sich nun in einem Interview mit Le Figaro kritisch zur Verlegung des Spiels. Er bezeichnete die Austragung einer Liga-Partie in Perth als "total verrückt" und führte weiter aus: "Es ist verrückt, so weit zu reisen, um ein Spiel zweier italienischer Mannschaften in Australien zu spielen."

„All das liegt außerhalb der Kontrolle von uns Spielern.“ (Adrien Rabiot)

Ihm sei bewusst, dass es finanzielle Vereinbarungen gebe, um die Sichtbarkeit der Liga zu erhöhen, aber: "All das liegt außerhalb der Kontrolle von uns Spielern", sagte der 30-Jährige. Der lange Flug inklusive Zeitumstellung erscheine dem Mittelfeldspieler in Anbetracht der ständigen Diskussionen um das Wohlergehen der Spieler als "echt absurd". Am Ende seien es, wie immer, die Spieler, die sich anpassen müssen.

Liga-Chef fordert mehr Respekt von Rabiot

Mit dieser deutlichen Kritik zog Rabiot den Ärger des Liga-Chefs Luigi De Siervo auf sich. Der Italiener äußerte sich am Rande der Tagung der europäischen Klubvereinigung in Rom: "Er vergisst, dass er Millionen Euro dafür bekommt, dass er eine Tätigkeit ausübt: Fußball spielen." Er solle den Willen seines Arbeitgebers, der darauf gedrängt habe, das Spiel im Ausland auszutragen, akzeptieren und mehr Respekt zeigen.

"Top-Spieler, die angemessen für die Arbeitsleistung bezahlt werden, die sie erbringen, sollten besser als andere verstehen, dass dies ein Opfer ist, das gebracht werden kann", bekräftigte De Siervo. Um seine Argumentation zu stützen, verwies der Serie-A-Boss auf andere Sportarten - die NBA, NFL oder Tour de France -, die ebenfalls Teile ihres Wettbewerbs ins Ausland verlegen.

Neben der Partie zwischen Milan und Como im Februar wird auch das La-Liga-Spiel zwischen dem FC Villarreal und dem FC Barcelona im Dezember im Ausland ausgetragen. Die spanischen Klubs treffen in Miami aufeinander. Die UEFA hatte beide Verlegungen gleichzeitig genehmigt, die Haltung des Verbands blieb aber eindeutig: "Liga-Spiele sollten im eigenen Land ausgetragen werden; alles andere würde treue Fans benachteiligen und möglicherweise zu Verzerrungen im Wettbewerb führen."