Der Afrika-Cup-Titelverteidiger ist raus. Das Viertelfinal-Aus der Elfenbeinküste am Samstag gegen Ägypten (2:3) mag bitter sein für die Ivorer und ihr Talent Bazoumana Touré, doch für Hoffenheim ist das eine gute Nachricht. Denn aufgrund des Spielausfalles gegen Bremen wird der 19-Jährige schon am Mittwoch im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach wieder eine Option sein für die Kraichgauer.
Schon im Trainingslager im spanischen Girona hatte Trainer Christian Ilzer dem kicker verraten, "wir haben alles vorbereitet, damit er nach einem Ausscheiden möglichst schnell zu uns zurückkommt". Bereits am Sonntagabend, spätestens am Montag also, kehrt Touré wieder zu seinem Klub zurück und hat damit genügend Zeit, sich bis Mittwoch wieder zu akklimatisieren. Ob er dann schon wieder breit für die Startelf sein wird, muss sich zeigen. Aufgrund des Spielausfalles gegen Werder Bremen bleibt es für den Shootingstar der TSG bei nur einer Partie, die er aufgrund des Afrika-Cups verpasste, weil er bereits vor dem finalen Ligaspiel 2025 in Stuttgart (0:0) hatte abreisen müssen.
Touré verpasste nur ein Ligaspiel
Das Stürmertalent persönlich darf trotz des frühen Ausscheidens seines Landes als Gewinner unter den Ivorern gesehen werden. Schließlich war der linksfüßige Dribbler nach zuvor erst einem einzigen A-Länderspiel für den Afrika-Cup nominiert worden und hatte im Turnierverlauf mit drei Einwechslungen und zwei Toren auch kräftig auf sich aufmerksam machen können.
Zwei Tore in drei Einsätzen beim Afrika-Cup
Bei seinem ersten Einsatz sicherte Touré nach seiner Hereinnahme mit seinem Debüttreffer den 3:2-Erfolg gegen Gabun und zugleich den Gruppensieg des Titelverteidigers. Auch beim glatten 3:0-Sieg im Achtelfinale gegen Burkina Faso trug sich Touré in die Torschützenliste ein und sorgte nach einem tollen Solo für den Endstand. Auch gegen Ägypten wurde der Joker eingewechselt, allerdings erst in der 89. Minute. Da konnte Touré die Niederlage gegen Mo Salah, Omar Marmoush & Co. nicht mehr verhindern.
Nicht mal ein Jahr ist es her, da der hochbegabte Angreifer am 1. Februar 2025 nach Hoffenheim gewechselt war. Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker hatte den auch damals schon von englischen Klubs umworbenen Touré von einem Wechsel zur TSG überzeugen können. Für stattliche knapp zehn Millionen Euro verpflichteten die Kraichgauer das Talent vom schwedischen Klub Hammarby und gaben ihm einem Vertrag bis 2029.
Verkaufskandidat im Sommer
Touré fasste auch in der schwierigen Vorsaison schnell Fuß, kam in der vergangenen Rückrunde bereits auf 13 Einsätze (drei Assists) und ist in dieser Spielzeit ein absoluter Stammspieler und Leistungsträger. In allen 14 Spielen stand Touré in der Startelf und hat bislang drei Tore und fünf Vorlagen verbucht und gilt als nächster großer Verkaufskandidat der TSG.
Die will den erneut von englischen Klubs Umworbenen dem Vernehmen nach allerdings erst im Sommer ziehen lassen. Touré hat auch beim Afrika-Cup seinen Marktwert weiter nach oben geschraubt, was im Kraichgau Hoffnungen nährt auf eine mögliche Ablöse im Rekordbereich jenseits der 40 Millionen Euro, die zuvor etwa Joelinton, Roberto Firmino oder Georginio Rutter eingespielt hatten.
Mit Cole Campell hat Hoffenheim dennoch vorsorglich bereits einen Spieler mit vergleichbarem Profil aus Dortmund geholt. Der erzielte im Test unter Ausschluss der Öffentlichkeit am Wochenende gegen den Drittligisten Schweinfurt 05 (3:0) seinen ersten Treffer für die TSG. Der 19-Jährige ist bis Sommer ausgeliehen und kann per Kaufoption verpflichtet werden. Falls er die Erwartungen erfüllt und Tourés mutmaßlicher Verkauf Realität werden sollte.