Lars Lokotsch und Marcel Benger verlassen den SC Verl und wechseln innerhalb Westfalens zum eine Liga höher beheimateten SC Preußen Münster. "Wir sind auf der Suche nach Spielern, die zu uns passen - sowohl auf der menschlichen als auch auf der fußballerischen Ebene. In beiden Punkten haben uns Lars und Marcel vollends überzeugt", wird Geschäftsführer Sport Ole Kittner in der Pressemitteilung zitiert.
Lokotsch ist eine 29-jährige Sturmkante, die im Frühjahr zwischenzeitlich auch mit Rot-Weiss Essen in Verbindung gebracht worden war. Er wechselt mit der Empfehlung von 13 Scorerpunkten (sechs Tore) in 25 Einsätzen nach Münster. Seit Februar trug Lokotsch die Kapitänsbinde beim SCV, nachdem Vorgänger Fabio Gruber zum 1. FC Nürnberg abgewandert war.
Abstecher nach Schottland und Zwickau
Den Großteil seiner Laufbahn hatte Lokotsch bis auf einen Abstecher nach Schottland (FC Livingston, Raith Rovers) und zum damaligen Drittligisten FSV Zwickau nach Sachsen in Nordrhein-Westfalen verbracht. Verl holte ihn 2022 vom Regionalligisten Fortuna Köln an die Poststraße. Insgesamt verbuchte Lokotsch in 110 Drittliga-Einsätzen 26 Tore.
In Münster spielt er nun erstmals auf Zweitliga-Niveau. Dort trifft er auf seinen bisherigen Trainer beim SCV, Alexander Ende. "Vor drei Jahren bin ich hier noch in der Regionalliga aufgelaufen, vor zwei Jahren in der 3. Liga. Ich habe den Verein und seine Entwicklung natürlich verfolgt, dazu die überragenden Heimspiele mit diesen Fans - da gab es für mich nicht viel zu überlegen, als die Anfrage kam", so Lokotsch.
„Münster ist ein riesiger Traditionsverein. In den Gesprächen hatte ich sofort das Gefühl, dass der Klub meine Stärken anerkennt.“ (Marcel Benger)
Für seinen alten und neuen Mitspieler Benger ist das Bundesliga-Unterhaus hingegen kein Neuland. Der zentrale Mittelfeldspieler, der seine ersten Schritte im Profibereich in Gladbach gegangen war (ein Bundesligaspiel), stand für Holstein Kiel schon in der Spielzeit 2021/22 in der 2. Bundesliga auf dem Feld (zehn Einsätze).
Über den KSV und Verl, für die er in zwei Jahren 63 Drittliga-Partien absolvierte, landete er nun wieder in dieser Spielklasse. "Preußen Münster ist ein riesiger Traditionsverein. In den Gesprächen hatte ich sofort das Gefühl, dass der Klub meine Stärken anerkennt und mich wertschätzt. Deswegen bin ich überzeugt, dass der Schritt hierher der richtige ist", erklärte Benger.