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Trotz der fünften Niederlage in Folge ist für Canepa der Sportchef "kein Thema", der Trainer jedoch schon

kicker

Ein langer Ball reicht Lausanne-Sport in der zehnten Minute, um ein erstes Mal in Führung zu gehen. Nathan Butler-Oyedeji geht im Rücken der Zürcher Abwehr komplett vergessen, der 22-Jährige lässt sich nicht zweimal bitten und schiesst an Yanick Brecher vorbei zum 1:0 für die Romands.

Die Zürcher kommen anschliessend etwas besser in die Partie, jedoch nicht wirklich zu Grosschancen. So ist auch die Entstehung des Ausgleichtreffers sinnbildlich: Matthias Phaeton profitiert von einem Abstimmungsproblem in der Lausanner Hintermannschaft, überlupft Goalie Karlo Letica und schiebt zum 1:1 ein.

Vor der Pause pariert Brecher einmal überragend, mehr geht über eine lange Zeit nicht mehr. So deutet lange alles auf ein 1:1 hin, obwohl der FCZ phasenweise gar etwas näher am Lucky Punch ist. Dieser gelingt dann allerdings Beyatt Lekoueiry. Der Mauretanier erbt von Morgan Poaty und schieb zum 2:1-Siegtreffer ein.

Ein frustrierter Präsident

"Extrem frustriert" zeigte sich FCZ-Präsident im Anschluss an die Partie beim SRF. Für ihn sei es nicht nachvollziehbar, wie man sich wieder selber schlagen kann, mit Fehlern in der Defensive, die vom Gegner sofort bestraft werden. Die Niederlage sei in dieser Art aber "unverdient".

Mit der "Auf-und-Ab"-Leistung der Mannschaft unter Dennis Hediger ist er mässig zufrieden. Es macht ihn sprachlos, wie man defensive Fehler begeht und immer wieder schwache Phasen hat. Die Fans hingegen sehen die Gründe für die Krise nicht nur bei der Leistung, halten nach dem Spiel ein Banner mit den folgenden Worten hoch: "Geht duschen - das Problem ist nicht nur auf dem Platz."

Damit meinen sie natürlich auch die sportliche Führung mit Sportchef Milos Malenovic. Canepa hält allerdings an ihm fest: "Der Sportchef hat heute diese Corner nicht zugelassen..." Dann wird er vom Reporter korrigiert und darauf hingewiesen, dass es Malenovic gewesen sei, der die Mannschaft zusammengestellt hat. Für Canepa ist klar: "Die Mannschaft hat Potenzial, das sehe ich heute immer noch."

Es gäbe einfach Phasen, in denen das Selbstvertrauen fehle, das Spielglück fehle und es deswegen nicht gelingen will. "Daher hat das nichts mit dem Sportchef zu tun." Ein Sportchef-Wechsel ist allerdings "kein Thema". Eher ein Thema ist ein neuer Trainer, nach dem man zurzeit sucht. Die Suche muss "vorsichtig" durchgeführt werden, zu ruhig soll der Trainer aber nicht sein.