Nach nicht mal einem Jahr in Österreich ist Rouven Schröder zurück in der Bundesliga. Am Dienstag machte Borussia Mönchengladbach den bisherigen Sport-Geschäftsführer von RB Salzburg offiziell zum neuen Sportchef und damit zum Nachfolger von Roland Virkus, der Ende September nach über 30 Jahren im Verein zurückgetreten war. Schröder, der an diesem Samstag seinen 50. Geburtstag feiert, kostet eine Ablöse, weil er in Salzburg bis zum 31. Dezember 2028 unterschrieben hatte. Die Vertragslaufzeit teilten die Borussen nicht mit.
"Rouven Schröder verfügt neben der Erfahrung über die nötigen Kompetenzen und die kommunikativen Fähigkeiten, die es für diese anspruchsvolle Aufgabe braucht", wird Borussias Geschäftsführer und CEO Dr. Stefan Stegemann in der Vereinsmitteilung zitiert. "Wir sind davon überzeugt, dass es ihm gemeinsam mit dem Team Sport gelingen wird, sowohl die unmittelbaren Herausforderungen zu meistern als auch die sportliche Zukunft erfolgreich zu gestalten."
Schröder war im Dezember 2024 nach Salzburg und damit erstmals in seiner Funktionärslaufbahn ins Ausland gewechselt. Zuvor hatte er - für rund 500.000 Euro vom FC Schalke verpflichtet - gut eineinhalb Jahre als Sportdirektor bei RB Leipzig gearbeitet. Dorthin hatte ihn der damalige Sport-Geschäftsführer Max Eberl gelockt, was dieser zuvor schon einmal in Gladbach beabsichtigt hatte. Und als Eberl im Januar 2022 bei der Borussia zurücktrat, war Schröder ein Kandidat auf dessen Nachfolge. Nun kommt es im dritten Anlauf zur Partnerschaft zwischen Gladbach und Schröder.
Dieser war in der Bundesliga bereits bei der SpVgg Greuther Fürth, Werder Bremen, dem 1. FSV Mainz 05, Schalke und Leipzig in verantwortlicher Position tätig. Jetzt soll er Gladbach in einer sportlich schwierigen Lage stabilisieren und neu ausrichten. Die Fohlen, die bereits Chefcoach Gerardo Seoane durch Interimstrainer Eugen Polanski ersetzt haben, sind seit März in der Bundesliga ohne Sieg und vor dem Gastspiel bei Union Berlin an diesem Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) Vorletzter.