Während in der Bundesliga regelmäßig "nur" Geldstrafen für die Klubs anfallen, wenn Fans Pyrotechnik zünden, geht die UEFA gegen derlei Vergehen deutlich rigoroser vor und schreckt dabei auch vor Kollektivstrafen nicht zurück. Das mussten nun auch der VfB Stuttgart und der SC Freiburg erfahren.
Obwohl die Ligaphase der neuen Europa-League-Saison gerade einmal zwei Spieltage alt ist, sind beide Bundesligisten bereits von einem Zuschauer-Teilausschluss bedroht. Freiburger Anhänger hatten beim 2:1-Auftaktsieg zuhause gegen den FC Basel am 24. September Pyrotechnik eingesetzt, VfB-Fans am 2. Oktober, als die Mannschaft von Sebastian Hoeneß mit 0:2 in Basel verlor.
Zwei Jahre Bewährung
Das Ergebnis: Die UEFA verhängte am Mittwoch gegen den Sport-Club eine Schließung von Block C auf der Südtribüne für das nächste Europapokal-Heimspiel, der VfB darf beim nächsten Europapokal-Auswärtsspiel keine Tickets an seine Anhänger verkaufen. Beide Strafen wurden für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt - beginnend mit dem Datum des Urteils - und kommen entsprechend beim nächsten Pyrotechnik-Einsatz zur Anwendung. Außerdem müssen beide Klubs eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro entrichten.
Eine vergleichbare Strafe erhielt auch der FC Basel, dessen Anhänger gegen den VfB ebenfalls gezündelt hatten. Dazu kamen für den Schweizer Topklub drei Geldstrafen über insgesamt 31.750 Euro, auch für das Werfen von Gegenständen und das Blockieren öffentlicher Durchgänge.
Gleichzeitig informierte die UEFA auch über die Folgen der Vorfälle beim Conference-League-Auftaktspiel zwischen Omonia Nikosia und dem 1. FSV Mainz 05. Nach dem 1:0-Siegtor in der 75. Minute waren Becher in Richtung der jubelnden FSV-Profis geflogen, von denen einer Ben Bobzien traf. Schiedsrichter Milos Milanovic musste die Partie daraufhin kurz unterbrechen. Neben einer Geldstrafe von 10.000 Euro kassierte Omonia dafür einen Zuschauer-Teilausschluss - ohne Bewährung.