Der 30-jährige Abwehrspieler war am 1. Mai nach dem Hinspiel im Europa-League-Halbfinale gegen Manchester United (0:3) im Rahmen einer gängigen Dopingkontrolle positiv auf eine Substanz getestet worden, die auf der WADA-Verbotsliste 2025 steht.
Dabei handelte es sich um Canrenon, einer Substanz, die laut UEFA sowohl während als auch außerhalb des Spielbetriebs verboten ist. Daraufhin hatte Yeray rund einen Monat später eine freiwillige wie vorläufige Sperre akzeptiert, seither stand der Spanier nicht mehr auf dem Platz.
Yeray nahm unerlaubte Substanz unwissentlich
Am Montag folgte die endgültige Entscheidung durch das Disziplinargremium der UEFA. Demnach ist Yeray wegen eines "unbeabsichtigten Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen für zehn Monate" gesperrt worden, heißt es in der offiziellen Mitteilung des europäischen Fußballverbands.
Auch Yerays Klub Athletic Bilbao äußerste sich zur Entscheidung und gab weitere Details bekannt: "In ihrer Entscheidung erkennt die UEFA an, dass seitens des Spielers keine Absicht vorlag, da als erwiesen gilt, dass die Einnahme der verbotenen Substanz auf die falsche Einnahme eines Präparats gegen Haarausfall seiner Partnerin zurückzuführen ist, das diese Substanz enthielt, ohne dass die Absicht bestand, sich zu dopen." Die Sperre gilt dennoch, denn Unwissenheit schützt natürlich nicht vor Strafe.
"Der Verband erinnert daran, dass gemäß den geltenden Vorschriften der Sportler für seine Handlungen verantwortlich ist und daher vor der Einnahme hätte überprüfen müssen, ob das Medikament zulässig ist", schreiben die Basken weiter.
Trainingscomeback zwei Monate früher möglich
Der offizielle Zeitraum der Strafe begann demnach schon am 2. Juni, sodass Yeray ab dem 2. April 2026 wieder an allen Wettbewerben teilnehmen darf. Bis dahin ist der Defensivakteur sowohl national als auch international gesperrt. Trainieren hingegen darf Yeray bereits wieder zwei Monate früher und dürfte damit pünktlich zum 2. Februar 2026 wieder in das Mannschaftstraining zurückkehren.
Auf einer Pressekonferenz möchte sich Yeray außerdem persönlich zu den Vorkommnissen äußern. In der Champions League trifft Athletic Bilbao dann ohne den Abwehrmann, der gar nicht erst Teil des offiziell gemeldeten Kaders war, unter anderem auf Borussia Dortmund.